Wahl: Günther fordert Seidel heraus
Freuen sich, erstmals in der Geschichte der Vitus-Grünen einen eigenen Bürgermeisterkandidaten ins Rennen zu schicken: (v. l.) Sprecher Markus Thews, Bürgermeister-Kandidat Jürgen Günther und Sprecherin Marion Schniggendiller.

Der Kandidat ist kein unbeschriebenes Blatt im Vitusdorf: Jürgen Günther ist Diplom-Soziologe und Betriebswirt. Günther leitet als Geschäftsführer die Freie Waldorfschule in Everswinkel.

Mit seinem Fachwissen, seinen Erfahrungen und seiner Menschlichkeit, die ein Bürgermeister idealerweise mitbringen sollte, fühle er sich für das Amt des Bürgermeisters gut gerüstet. „Ich sehe mich als Brückenbauer, als Teamplayer, und will für alle Bürger der Gemeinde da sein. Für mich steht die soziale Verantwortung an erster Stelle – nicht nur als Floskel. Der achtsame Umgang mit der Natur ist mir wichtig. Ich möchte Verantwortung für unsere Gemeinde übernehmen und ich weiß, dass ich dem gewachsen bin und Gutes für die Menschen bewirken kann“, betonte Jürgen Günther in seiner Rede an die Mitglieder.

Wichtig sei ihm die Konsolidierung des Haushalts der Gemeinde. „Seit Jahren geht es nur abwärts, trotz Steuererhöhungen. Das kann so nicht weitergehen“, ist sein Eindruck. Wer sich weiter über den Kandidaten der Grünen informieren möchte, kann dies auf seiner Internetseite unter www.jürgen2020.de tun.

Den Grünen wurde an diesem Samstagnachmittag viel abverlangt. Nachdem coronabedingtdie zuvor geplanten Mitgliederversammlungen ausfallen mussten, standen an diesem Nachmittag auch die Vorstandswahlen an. Marion Schniggendiller gab einen Rückblick auf die Veranstaltungen des vergangenen Jahres. So war etwa zur Europawahl Johannes Remmel (MdL) zu Gast in Everswinkel gewesen.

Beim Vitusfest stießen die solarbetriebenen Modelleisenbahnen, Kettenkarusselle und auch die Windmühle auf großes Interesse. Positive Rückmeldungen gab es zum neu installierten Schaukasten neben dem Geschäft „Föllen“ in der Vitusstraße. Im September hielt Gärtnermeister Jesse Wernery einen spannenden Vortrag über „Die Bienen als Helfer im eigenen Garten“. Im Oktober besuchten Mitglieder die Grüne Mobilitätskonferenz in Münster.

Ortsverein setzt auf bewährtes Vorstands-Team

Einen Rückblick auf die Fraktionsarbeit hielt Karl Stelthove. Er berichtete über die Wohnbauentwicklung in der Gemeinde Everswinkel und betonte, dass in Zeiten des voranschreitenden Klimawandels der weiteren Inanspruchnahme unbebauten Bodens Einhalt geboten werden müsse.

Die Fraktion der Grünen spreche sich für eine flächensparende Siedlungsentwicklung aus. „Baulandausweisungen im Außenbereich müssen der Vergangenheit angehören. Sie dürfen in Zukunft nur noch eine Ausnahme darstellen. Vielmehr solle auf eine Entwicklung der Ortskerne geachtet werden“, betonte Karl Stelthove, der neben dem klassischen Einfamilienhaus auf der grünen Wiese die Möglichkeiten alternativer Wohnformen aufzeigte. Er erklärte, dass „in der Gemeinde Everswinkel“ Ökonomie oft vor Ökologie geht“ und beklagte, dass es an verschiedenen Stellen eine schlichte Verschwendung von Steuergeldern vorherrsche.

Die Fraktion fordert, dass Ansätze aus dem Gemeindentwicklungskonzept auch umgesetzt werden und keine Lippenbekenntnisse bleiben. Der Kassenbericht fiel positiv aus. Die Grünen sind für den Kommunalwahlkampf gut gerüstet. Kassenprüfer Reimund Wernery stellte keine Unregelmäßigkeiten fest. Der Vorstand wurde entlastet.

Nachfolgend wurde der Ortsvorstand einstimmig in seinen Ämtern bestätigt. Wiedergewählt wurden Marion Schniggendiller als Sprecherin, Markus Thews wurde als zweiter Sprecher wiedergewählt. Karl Stelthove bleibt Kassierer. Reimund Wernery übernimmt die Kassenprüfung.

Unter Mitgliedern herrscht Einigkeit

Beim Wahlparteitag am Samstagnachmittag in der Mensa der Waldorfschule Everswinkel wählten die Mitglieder des Grünen Ortsverbands die Direktkandidaten für ihre Wahlbezirke.

Für die Gemeinde Everswinkel-Alverskirchen kandidieren: Karl Stelthove (Wahlbezirk 1), Debora Franitza (WB 2), Thomas Mielisch (WB 3), MarkusThews (WB 4), Reimund Wernery (WB 5), Jürgen Günther (WB 6), Andreas Franitza (WB 7), Janina Schade (WB 8), Silke Günther (WB 9), Silke Zitlau (WB 10), Marion Schniggendiller (WB 11), Johannes Schniggendiller (WB 12) und Luise Thews (WB 13).

Nachdem die wahlberechtigten Frauen gemäß Satzung die Freigabe der Listenplätze an die Männer beschlossen hatten, nominierten die Mitglieder die Reservelistenplätze in folgender Reihenfolge: Marion Schniggendiller, Karl Stelthove, Reimund Wernery, Jürgen Günther, Markus Thews, Andreas Franitza, Johannes Schniggendiller, Thomas Mielisch, Debora Franitza, Janina Schade, Silke Günther, Silke Zitlau und Luise Thews. Alle Kandidaten wurden von den Mitgliedern einstimmig gewählt worden.

SOCIAL BOOKMARKS