Windkraft: „In Müssingen brennt der Busch“
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Mit dem Thema „Windkraft“ hat sich der Planungsausschuss der Gemeinde Everswinkel beschäftigt.
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Diplom-Ingenieur Michael Ahn, Stadtplaner und Fachmann auf dem Gebiet, referierte in der Sitzung länger als eine Stunde über die Problematik und vermittelte seine Erfahrungen: „Das Thema spaltet die Bevölkerung, und die Gerichte sind reichlich beschäftigt.“

Ob das im Bereich Müssingen auch so sein kann, wird sich zeigen. Auf jeden Fall ist es ein äußerst kompliziertes Verfahren. Auf der Leinwand wurde der Ingenieur deutlicher: „Da brennt der Busch in Müssingen.“ Nach einem komplexen Vergabeverfahren habe es nun einen Zuschlag für vier Anlagen in Müssingen gegeben. Die Betreiber haben nun 54 Monate Zeit, ihre Räder zu errichten. Wie die aussehen, steht noch nicht fest, aber im Laufe der Jahrzehnte, in denen man von der „Energiewende“ sprach, haben sich die Windkraftanlagen verändert. „Früher waren sie 100 Meter hoch und lieferten 600 Kilowattstunden, heute werden sie bis zu 240 Meter hoch und liefern vier Megawatt“, so Michael Ahn.

Bis die Anlagen errichtet werden können, müssen noch viele Hürden genommen werden. Dazu gehören eine Artenschutzprüfung, die vorgeschriebenen Abstände zu Wohnbebauung und Gewerbeflächen und weitere Tabukriterien. Zudem müssen Regionalplan und Flächennutzungsplan in Einklang gebracht werden. Und noch ein wichtiger Punkt sei zu beachten, vor allen Dingen in den Reihen der Kommunalpolitiker: Eine mögliche Befangenheit müsse in der Beratung und Beschlussfassung ausgeschlossen werden.

Die Gemeinde Everswinkel hat die Potenzialanalyse und die Präsentation von Michael Ahn ins Internet gestellt: www.everswinkel.de

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