Wolfgang Pieper stellt sich erneut zur Wahl
Bild: Stempfle
Gemeinsam in Richtung zweite Amtszeit: (v. l.) Tatjana Scharfe, Sabine Grohnert, Marian Husmann, Britta Sporket, Bürgermeister Wolfgang Pieper und Gerd Klünder.
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Es waren Großprojekte, die Verwaltung, Politik und Bürgerschaft über Jahre gespalten hatten, die Pieper in den vergangenen fünf Jahren angegangen ist und zum Abschluss gebracht hat. „Zu nennen sind dabei unter anderem das Feuerwehrgerätehaus, das Baugebiet Klatenberg Ost und die Entwicklung der Altstadt“, fasst er zusammen.

Trotz „riesigem Respekt“ vor dem Amt habe es ihm Spaß gemacht, mit und für die Menschen die Entwicklung der Emsstadt voranzubringen. „Ich finde, es sind nicht die schlechtesten Jahre für Telgte gewesen.“Und weil noch zahlreiche Projekte auf ihre Umsetzung warten, wie etwa die Weiterentwicklung des Bahnhofsumfelds, die Sanierung und Barrierefreiheit der Altstadt, hätte es sich für ihn „nicht rund angefühlt“, im kommenden Jahr die Segel zu streichen und die Maßnahmen nicht mehr zu begleiten. „Deshalb also meine Entscheidung, mich noch einmal zur Wahl zu stellen“, erklärt Pieper.

Für die Umsetzung zahlreicher Projekte bleibt dem zu wählenden Verwaltungschef nur 4,5 Jahre Zeit. Denn: 2020 werden die Kommunal- und Bürgermeisterwahlen synchronisiert, dann werden Räte und Verwaltungschefs nur noch für fünf Jahre gewählt. Nur Telgte wählt seinen Bürgermeister im Jahr 2016, was auf eine ungültige Wahl im Jahr 2009 (Wahlzettel waren versehentlich geschreddert worden) und der daraufhin erfolglosen Wiederwahl von Dr. Dietrich Meendermann im Dezember 2009 zurückzuführen ist. Das erste Mal zur Wahl gestellt hatte sich Pieper im Frühjahr 2010. Der Grüne konnte 71 Prozent der Wählerstimmen bei einer Wahlbeteiligung von 70 Prozent auf sich vereinigen.

Strikt hat er trotz jahrzehntelangem Engagement im grünen Ortsverband getrennt: „Ich wollte und habe nie Parteipolitik im Rathaus betrieben“, betont der Bürgermeister. Das habe zwar am Anfang zu Spannungen mit den Parteifreunden geführt, dennoch habe man sich arrangiert. „Wolfgang Pieper sieht die Lokalpolitik nicht nur durch eine grüne Brille, er hat die ganze Stadt im Blick“, bestätigte Sabine Grohnert, Fraktionssprecherin der Grünen.

Mehr dazu in der Dienstagsausgabe der „Glocke“.

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