Zwei Urgesteine verlassen den Aufsichtsrat
Drei Amtsperioden wirkten Hermann Walter und Johannes Hobbeling für das St. Magnus-Haus im Aufsichtsrat der St. Elisabeth-Stift gGmbH. Für ihr Engagement dankten Aufsichtsratsvorsitzender Werner Strotmeier und Geschäftsführer Dr. Ansgar Klemann (v.l.n.r.).

Sie gehörten dem Gremium seit dem 19. März 2004 an, nachdem das St.-Magnus-Haus, das ursprünglich Haus Heidhorn hieß, in die Trägerschaft des St.-Elisabeth-Stifts übergegangen war.

Als ihre Nachfolger wurden Ludger Klaverkamp und Manfred Hendker gewählt. Aufsichtsratsvorsitzender Werner Strotmeier würdigte Hermann Walter und Johannes Hobbeling als „Männer der ersten Stunde“. Ihre Mitgliedschaft im Aufsichtsrat sei ein Garant dafür gewesen, die Verbindung zwischen der Gemeinde und dem St.-Magnus-Haus zu festigen und mit Leben zu füllen. „Sie haben Impulse aus der Gemeinde ins Haus getragen und haben umgekehrt Impulse aus dem Haus aufgenommen und in die Gemeinde eingebracht.“  Ihr Wirken habe zur Akzeptanz des St.-Magnus-Hauses in Everswinkel beigetragen.

Neu im Aufsichtsrat ist nun Ludger Klaverkamp. Er ist pensionierter Finanzbeamter und bringt seine Expertise seit zwei Perioden als Ratsmitglied der Gemeinde Everswinkel ein, unter anderem als Vorsitzender im Rechnungsprüfungsausschuss sowie als Mitglied verschiedener Aufsichtsgremien (Gemeindewerke Everswinkel, Abwasserbetrieb TEO oder auch Volkshochschule Warendorf). Außerdem ist er einer der Everswinkeler Vertreter in der Mitgliederversammlung des Städte- und Gemeindebunds. Seit 25 Jahren engagiert er sich in der Ortsunion Everswinkel, davon 14 Jahre als Vorsitzender.

Manfred Hendker ist gebürtiger Everswinkeler und engagiert sich seit 1976 ehrenamtlich in der Kolpingsfamilie, übernahm Vorstands- und Gremienarbeit auch auf Bezirks-, Kreis- und Diözesanebene. Auch beruflich ist der Groß- und Außenhandelskaufmann der Kolpingbewegung verbunden und ist aktuell als Bereichsleiter der Kolping-Akademie in Coesfeld für die berufsbegleitenden Lehrgänge und Seminare innerhalb der Zielgruppen Sozial- und Gesundheitswesen, Kita und Schule sowie Wirtschaft und Verwaltung verantwortlich.

Hintergrund

Bereits in den 1990er-Jahren hatten sich Hermann Walter, damals Gemeindedirektor von Everswinkel, und Johannes Hobbeling in seiner Funktion als Kämmerer um die Errichtung eines Altenpflegeheims bemüht. Obwohl der Kreis Warendorf den Bedarf eigentlich als nicht gegeben sah, investierte schließlich die Haus Heidhorn GmbH aus Münster-Hiltrup am Haus Borg 4a.

Am 1. Juni 1999 zogen die ersten Bewohner in die Pflegeeinrichtung mit 40 Langzeitpflegeplätzen, zwölf Tagespflegeplätzen (damals noch eine Rarität) sowie 42 Einheiten Betreutes Wohnen. Offizielle Eröffnung wurde am 24. November 2000 gefeiert.

Nach kurzer Zeit holten den Investor finanzielle Probleme ein. Anfang 2003 übernahm die Alexianer-Brüdergemeinschaft die Mehrheitsanteile der Haus Heidhorn GmbH und damit die Trägerschaft der Altenheime in Hiltrup, Wolbeck und Everswinkel. Auch auf Betreiben von Hermann Walter erfolgte für das Haus in Everswinkel zum 1. Juli 2003 ein zweiter Wechsel zum Wunschträger, dem Pflege- und Betreuungsnetzwerk der St.-Elisabeth-Stift gGmbH.

Bedarfsgerecht wurde das Angebot erweitert, zuletzt mit einem 2014 eingeweihten Anbau mit 20 zusätzlichen Plätzen. Auch baulich hat der neue Träger investiert. Ein großer Kreis an Ehrenamtlichen bringt Leben ins Haus und stärkt den Kontakt in die Gemeinde

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