Alle warten auf den Förderbescheid
Der Ortskern an der Lippborger Pfarrkirche soll nach dem Willen des Bauausschusses von Grund auf neu gestaltet werden. Es fehlt noch die verbindliche Zusage der Fördergelder, die zur Finanzierung zwingend erforderlich sind.

Das Warten auf den Förderbescheid zehrt offenbar an den Nerven. Viel zu gern wüssten sowohl die Lippborger Bürger als auch die Gemeinderäte, was und wie geplant wird, um den Lippborger Ortskern attraktiver zu gestalten. Rund 850.000 Euro will die Gemeinde Lippetal rund um die Pfarrkirche Ss. Cornelius und Cyprian investieren.

Davon sind 60 Prozent Zuschüsse, die aus dem Ilek-Programm (Integriertes ländliches Entwicklungskonzept) kommen. Dass Lippetal dieses Geld erhalten wird, ist bekannt – nur wann man im Rathaus mit der Summe rechnen kann, stand am Montag noch nicht fest. Für Lippetals Bürgermeister wäre es wünschenswert, wenn der offizielle Bescheid noch vor dem 15. Dezember im Rathaus-Briefkasten zu finden wäre.

„Dann könnte der Rat schon erste Entscheidungen treffen – zumindest was die Beauftragung von drei unabhängigen und erfahrenen Planungsbüros betrifft, die ein erstes Grobkonzept erstellen.“ Lürbke erläuterte dem Bauausschuss am Montag, wie der Zeitplan aussehen könnte, an dessen Ende die Ortskernentwicklung Lippborgs stehen wird: Nach der Vorstellung der sogenannten Grobkonzeption durch drei verschiedene Planungsbüros könnte man zusammen mit der Lippborger Bürgerschaft an die Einzelheiten gehen.

Wobei Lürbke erneut darauf hinwies, dass es in einem ersten Schritt ausschließlich um den Dorfbereich rund um die Pfarrkirche und um die Grünflächen an der Quabbe gehe. Denn auf Flächen in Privatbesitz habe man keinen Zugriff, wohl aber – nach Absprache mit den Pfarrgremien – auf Flächen, die der Kirche gehörten. Es gehe auch nicht darum, welche Geschäfte demnächst in Lippborg betrieben würden.

„Darum müssen sich die Eigentümer selber kümmern“, sagte Lürbke. Man erhoffe sich allerdings im Zuge der Ortskernentwicklung auch private Investitionen. Denn zusammen mit einem Plan zur Attraktivierung der Dorfmitte müsse auch das Einzelhandelskonzept gesehen werden, das Lippborg ebenfalls nötig braucht. Bürgermeister Lürbke sicherte erneut zu, dass bei allen zukünftigen Planungen die Bürgerschaft in die Entscheidungsfindung einbezogen werde.

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