Bürger nutzen seltener Folien für den Bio-Müll
Ein Folienbeutel hat in der Grünen Tonne nichts zu suchen. In Lippetal halten sich nun mehr Bürger an dieses Gebot.

Im Frühjahr hatten sich bei den regelmäßigen Kontrollen der Grünen Tonnen kreisweit im Bio-Abfall immer mehr Folienbeutel und dergleichen befunden, die auch als kompostierbar in den Handel gebracht und verkauft werden. Allerdings wurde auf der Kompostieranlage festgestellt, dass diese Folienbeutel sehr viel langsamer in ihre Bestandteile zerfallen als erwartet. Daher wurden unter anderem immer wieder unerwünschte Rückstände der Beutel im Kompost gefunden.

Auf Initiative der für die Kompostierungsanlagen zuständigen Entsorgungsgesellschaft (ESG) des Kreises Soest und der 14 Städte und Kommunen des Kreises war daraufhin eine kreisweite Informations-Kampagne in Presse und Rundfunk gestartet worden. Erfreulicherweise, so berichtete Hubertus Veltin, habe sich auch der Handel engagiert, und statt der Folienbeutel vermehrt Papiertüten als Behältnisse für den Bio-Abfall angeboten.

Bei den in der vergangenen Woche durchgeführten Proben in Lippetal wurden in den Grünen Tonnen kaum noch Folienbeutel zutage gefördert. Diese positive Nachricht nahmen die Lippetaler Politiker mit Wohlwollen zur Kenntnis, bedeutet es am Ende doch auch, dass der Kompost verbessert wird und keine weiteren Kosten aus dem Grund entstehen, weil schlecht kompostierbare Folienbeutel und andere Störstoffe am Ende aus dem Bio-Abfall herausgesucht werden müssen.

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