Christian Göbel lässt sich feiern
Nach dem entscheidenden Schuss: Christian Göbel, neuer Schützenkönig in Schoneberg, jubelt auf den Schultern seiner Mitbewerber.

Mit seinem letzten Schuss, dem 178. insgesamt, traf er, doch scheinbar ohne Wirkung. Auf seinem Rückweg aus der Schießbahn fiel der Vogelrest dann doch. Totenstille am Festplatz, dann brandete der Jubel auf, während die neue Majestät es zunächst nicht glauben konnte. Erst auf den Schultern seiner Mitbewerber kam die Erkenntnis und das befreite Lachen. Zu seiner Königin erkor sich die neue Majestät Silvia Glasemacher. Die 24-jährige Industriekauffrau sagte spontan unter der Vogelstange zu und wird nun gemeinsam mit ihm die St.-Johannes-Schützenbruderschaft für ein Jahr regieren.

Und dass die neuen Regenten zu feiern verstehen, bewiesen sie eindrucksvoll. Noch in den ersten Morgenstunden trieb der Wind Musik und Feierlaune sogar bis in die Nachbardörfer. Im Vorfeld des Schießens tauften zunächst die scheidenden Majestäten Christian und Sandra Räcker den von Christian Stratkötter gebauten Adler auf den Namen „Zegga 1.“. Anschließend nahm Oberst Hardi Schlenke vor angetretener Schützenreihe die Schießauszeichnungen vor. Zudem ehrte Oberst Schlenke den Jungschützenkönig Andre Schulte mit einem Orden.

Mit dem Großen Zapfenstreich nach dem Schützenhochamt in der St.-Johannes-Kapelle nahm das Fest am Samstag seinen Verlauf. Zahlreiche Besucher ließen sich das traditionelle Zeremoniell nicht entgehen und verliehen damit der Gefallenenehrung einen würdigen Rahmen. Brudermeister Norbert Caspar nahm in seiner Ansprache Beszug darauf, dass das Schützenwesen im Kleinen wie im Großen etwas Einigendes habe und daher auch als Vorbild für die Einigkeit in Europa gelten könne. Der Schnadgang führte zum Festplatz, wo die befreundeten Schützenbruderschaften aus Hovestadt-Nordwald und Eickelborn empfangen wurden und eine ausgelassenen Schützenfestnacht ihren Lauf nahm.

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