Container für die „Ludgeri-Strolche“
Am „weißen Haus“, dem Domizil der Betreuungsgruppe „Ludgeri-Strolche“ in Lippborg wurde jetzt ein alter teilweise verstopfter Abwasserkanal erneuert.

Die Betreuungsangebote der Gemeinde Lippetal an den Grundschulen in Lippborg, Herzfeld und Oestinghausen sollen schnellstmöglich pädagogisch und räumlich verbessert werden, darin sind sich die Politiker der beiden Gremien einig. Deshalb stimmten sie jetzt auch einstimmig einem von der Bauverwaltung vorgestellten Maßnahmenpaket zu.

Bürgermeister Matthias Lürbke erläuterte, dass als eine der dringendsten Aufgaben sehr kurzfristig ein externer Träger zum Beispiel ein Wohlfahrtsverband gefunden werden soll, der die Betreuung an allen drei Standorten weiterhin sicher stellt. Ein Angebot eines Trägers liege inzwischen vor. Unterdessen hat die Verwaltung bereits mit der Abarbeitung des Aufgabenkatalogs für die Verbesserung der Betreuung begonnen.

Um den räumlichen Engpass am „weißen Haus“ der Ludgeri-Strolche in Lippborg zu beseitigen, soll ein 12,5 mal 12,5 Meter großes neues „Klassenzimmer“ samt kleiner Küche und Sanitäranlagen aus gemieteten Containern hinter dem Schulgebäude aufgestellt werden. Die Kosten dafür belaufen sich samt Fundament, Transport, Auf- und Abbau auf rund 50000 Euro.

Die hohe Summe löste bei den Politikern Fragen aus. So wollte Ludger Ebel (BG) wissen, ob es nicht günstiger sei, solche Container gleich anzukaufen, um sie später für andere Zwecke nutzen zu können. Diese Überlegungen habe es in der Verwaltung auch gegeben, erläuterte Bürgermeister Lürbke, es seien aber keine anderen Verwendungszwecke für die Module gefunden worden. Die Container sollten als Übergangslösung für ein Jahr angemietet werden. Bei Bedarf könne dann monatlich zugemietet werden.

Im Betreuungshaus Herzfeld soll als Übergangslösung ein Ausbau des Dachgeschosses erfolgen. 35 Quadratmeter neue Fläche werden so geschaffen. Dort wird eine Tür eingebaut, um einen zweiten Fluchtweg zu schaffen. Außerdem wird die Sanitäreinrichtung erweitert. Die Kosten belaufen sich auf 6250 Euro. In Oestinghausen ist eine Nutzung des Dachgeschosse vorerst nicht möglich. Auch hier sollen jedoch schon bald die Sanitärräume modernisiert und erweitert werden.

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