Cornelius-Schrein und Ida-Büste glänzen in der Ausstellung
Bild: nes
Das Ida-Kopfreliquiar ist der Ausstellung "Goldene Pracht"  in Münster als Leihgabe überlassen worden. Rechtzeitig zur Ida-Woche und zur Identracht ist es zurück in Herzfeld.
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Es handelt sich zum einen um das Ida-Kopfreliquiar aus Herzfeld, zum anderen um den Corneliusschrein aus dem Altar in Lippborg.

Die Ausstellung in Münster umfasst die mittelalterlichen Herrschaftsgebiete zwischen Rhein, Ruhr und Weser. In der Frühzeit prägten die Zentren weltlicher und geistlicher Macht die Kunst und Kultur der Region: Bischofssitze wie Münster, Paderborn und Osnabrück, das Benediktinerkloster Corvey und das Frauenstift Essen. Ab dem 13. Jahrhundert entstand sakrale und profane Goldschmiedekunst auch in den erblühenden Hansestädten wie Soest und Dortmund.

Die europaweiten Handelsbeziehungen brachten wesentliche künstlerische Neuerungen nach Westfalen. Grundlage der mittelalterlichen Pracht–entfaltung war die Vorstellung von einem Gabentausch zwischen den Gläubigen und Gott: Die Stifter prachtvoller Werke erhofften sich als Entlohnung die Vergebung ihrer Sünden und das ewige Seelenheil.

Das so genannte Ida-Kopfreliquiar, etwa um die Zeit um 1500 in Werden / Ruhr angefertigt, zeigt „das liebliche Antlitz einer reifen Frau“, heißt es im offiziellen Herzfelder Kirchenführer. Und weiter: „Die feine Oberflächenmodellierung weist die Arbeit eines vorzüglichen Goldschmieds aus.“

Der kostbare Cornelius-Schrein aus Lippborg stammt mindestens aus dem Jahre 1498. Darauf weist ein Schriftband an einer Front des Reliquiars hin. Es war bereits im Jahre des 1200-jährigen Bistumsjubiläums 2005 in einer Ausstellung im Domarchiv in Münster ausgestellt. Die Pfarrgemeinde St. Ida bietet eine Fahrt nach Münster zur Ausstellung an. Diese findet am Samstag, 10. März, statt. Abfahrt ist um 13 Uhr ab Haus Idenrast und um 13.10 Uhr ab Pfarrheim Lippborg. Anmeldungen sind in den Pfarrbüros Herzfeld und Lippborg möglich.

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