Das neue Taufbuch symbolisiert Fusion der Pfarrgemeinden
Bild: Renner
Der Bischof von Münster hat die hauptamtlichen Seelsorger in der neuen Pfarrgemeinde per Ernennungsurkunde in ihren Funktionen bestätigt.
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„Ein Moment, in dem durchaus auch mal etwas Schmerz und Wehmut erlaubt ist“, zeigte Pastor Gereon Beese in seiner Predigt Verständnis für die vielen Gläubigen, die im Vorfeld um die uralte Tradition ihrer jeweiligen Gemeinde bangten. „Aber wir sind auch nicht hier, um die Fusion zu feiern, sondern um Gottes Segen zu erbeten für das, was nun kommt.“

Was nun kommt, wurde von den Christen der beiden Orte in der gemeinsamen Messe am Neujahrstag mit großen Gesten angekündigt: Mitglieder der Kirchenvorstände und des gemeinsamen Pfarrgemeinderats brachten stellvertretend für die zahlreichen offiziellen Unterlagen der Gemeinden die Taufbücher an den Altar, wo sie von Pastor Beese feierlich geschlossen wurden. Das neue gemeinsame Taufbuch, an den Altar gebracht von den geistlichen Brüdern Pater Hans und Vikar Heinz Schmidt, wurde gleich darauf geöffnet und von Pastor Beese gesegnet. Damit hatte der Geistliche auch buchstäblich das neue Kapitel des Geschichtsbuchs geöffnet, das er zuvor in der Predigt angekündigt hatte.

Darin hatte er seine Mitchristen beruhigt, die Fusion nicht als Ende langer Geschichte zu betrachten: „Schließlich ist es nur wichtig, ob wir ein hörendes Herz bewahren, dem Himmel ist es egal, wie die Pfarrgrenzen sind.“ Neben den Segnungen der Taufbücher und der neuen Siegel konnte Beese an diesem Tag auch fast schon formale Akte in der Messe durchführen: Mit der Verlesung des offiziellen Schreibens von Bischof Dr. Felix Genn (Münster) erhielten auch alle hauptamtlichen Seelsorger ihre jeweiligen Ernennungsurkunden, um auch in der neuen fusionierten Pfarrei ihren Dienst tun zu dürfen.

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