Durchgängiges Gewässer mit System
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Das berichtet Birgit Beckers, die Geschäftsführerin der Biologischen Station der ABU in Lohne. Nach Angaben der Biologin kostet die Maßnahme rund 20 000 Euro. Den Großteil zahlt das Land mit Mitteln aus dem Förderprogramm „Lebendige Gewässer“. 20 Prozent der Kosten übernehmen die ABU und die Deutsche Umwelthilfe. Der Lippeverband, der Kreis Soest und die dort aktiven Angler begrüßen das Vorhaben. Der Altarm Feuerborn zählt zum Revier des Sportfischereivereins Lippborg.

Es handelt sich um eine ehemalige Lippeschleife auf Lippetaler Gebiet an der Grenze zu Hamm-Uentrop. Wie an vielen Stellen wurde das Gewässer dort vor Jahrzehnten begradigt, erläutert die ABU. Der Altarm ist noch heute Bestandteil der Flussaue. Infolge die Begradigung hat sich die Lippesohle vertieft, so dass sie ein deutlich niedrigeres Niveau hat als der Altarm. Den alten Lippearm speist der Meerbach, dessen Einmündung wiederum höher als der Wasserspiegel im Altarm liegt. Ziel der Maßnahme ist es nun, ein für Fische durchgängiges Gewässersystem zu schaffen, wie die ABU erläutert.

Dazu wird der Meerbach an den Feuerborn-Altarm und dieser an die Lippe angebunden. Konkret wird ein sogenanntes Gerinne, also ein künstlich angelegter Wasserlauf, zwischen Altarm und Lippe gebaut. „Am Ende wird der Altarm so an die Lippe angebunden sein, dass über die meiste Zeit des Jahres die Einmündung des neuen Gerinnes unter dem Wasserspiegel der Lippe liegt“, erklärt die Arbeitsgemeinschaft.

Der Wasserspiegel im Altarm wird um durchschnittlich 20 Zentimeter angehoben auf die heutige Höhe der Einmündung des Meerbachs. Das Ergebnis: Fische und andere Wasserlebewesen können aufwärts und abwärts wandern, das Gewässersystem wird durchgängig. Neben anderen ist es die Quappe, eine in Deutschland bedrohte Fischart, die solche Bedingungen zur Fortpflanzung benötigt.

Zum Laichen zieht es sie in Nebengewässer wie den Meerbach, sagt Birgit Beckers. Und genau das wird durch die Baumaßnahme wieder möglich. Nach Angaben der Biologin kommen in der Lippe rund 30 Fischarten vor, und viele benötigen bei der Fortpflanzung kleinere Nebengewässer.

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