Ein Feldkreuz erinnert an das Jubiläum
Bild: Schomacher
Aktuell zählt der Spielmannszug Oestinghausen mehr als 70 aktive Mitglieder und 18 Jugendliche, die in der Ausbildung sind. 2013 wurde er 100 Jahre alt.
Bild: Schomacher

Nachdem mögliche Standorte besichtigt worden waren, entschieden sich die Musiker letztendlich für einen ortsnahen Platz am Weg entlang der Ahse, der von Oestinghausen Richtung Brockhausen führt und am Radweg „Naturerlebnis Auenland liegt. Das schlichte Feldkreuz steht auf einem gemauerten Fundament und wird von zwei jungen Eichen, die auch vom Spielmannszug gepflanzt wurden, eingerahmt. Der Gedenkstein am Fuß des Kreuzes zeigt das Wappen des Spielmannszuges mit dem Soester Schlüssel (spiegelverkehrt) und den kurkölnischen Burgmannswimpel, das der Spielmannszug nach Auflösung des Amtes Oestinghausen übernommen hat.  Nachfolgerin vom Amt Oestinghausen ist seit dem 1. Juli 1969 die Gemeinde Lippetal. Zudem ist als Inschrift eingraviert: „Anno 2013 Zukunft und Vergangenheit sind relativ, denn jede Vergangenheit war einmal Zukunft und jede Zukunft wird einmal Vergangenheit sein. Nie war uns bewusster, wie nah Freud und Leid beisammen liegen. In Dankbarkeit und zur Erinnerung an unser 100-jähriges Jubiläum.“

Unweit des schlichten Holzkreuzes steht auch eine Bank, die Radler und Spaziergänger zur Rast einlädt. Das Jubiläum wurde 2013 mit einem Freundschaftstreffen und einem Dorfabend gebührend gefeiert. Aktuell zählt der Spielmannszug mehr als 70 Aktive und 18 Jugendliche, die in der Ausbildung sind. Bis in das Jahr 2000 blieben in dem Musikzug die Männer unter sich. Seither sind auch Frauen an den unterschiedlichen Instrumenten willkommen. Entstanden ist der Spielmannszug 1913 aus einer Schülerkapelle. Unter der Leitung von Lehrer Hüring spielte die Formation 1916 erstmals zu Kaisers Geburtstag öffentlich auf. Nach dem Zweiten Weltkrieg ging es 1948 wieder aufwärts. Beim ersten Schützenfest 1948 spielten zunächst fünf Spielleute wieder auf. In der Nachfolge konnten viele junge Männer für das Spiel mit Querflöte und Trommel begeistert werden. Gesellschaftliches Leben wuchs im Verein, Ausflüge wurden unternommen und gemeinsame Feste gefeiert. Mit dem Wechsel der Uniformfarbe in Blau, übernahm eine jüngere Generation die Leitung und Verantwortung im Verein.

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