Ein Umzug wie aus dem Bilderbuch
Ein Meer von frechen Früchtchen: Für ihre Kostüme pumpten die Frauen 1400 Luftballons auf.

Angesichts des grandiosen Wetters kein Wunder, dass er viele Tausend Schaulustige anlockte. Überall in der ersten Reihe: die Kinder. Die meisten waren verkleidet und mit Beuteln und Tüten ausgestattet, um möglichst fette süße Beute nach Hause schaffen zu können. Der Kulturkreis Lippborg (KKL) als Veranstalter hatte ausgerechnet, dass die mehr als 60 Gruppen im Umzug Bonbons, Schokolade und Popcorn im Wert von rund 52.000 Euro unters Volk brachten. Alles von ihnen aus der eigenen Tasche bezahlt.

Tüchtig dazu bei trug der KKL selbst, der mit dem Umzug sein 33-jähriges Bestehen feierte und drei Wagen mit jeder Menge Wurfmaterial auf den Weg schickte. Das Kinderprinzenpaar Nike und Maurice sowie das Prinzenpaar Werner Pisching und Marion Kindel genossen sichtlich ihren großen Tag und den Jubel der Menschen am Straßenrand.

Gruppen aus ganz Lippetal und der Umgebung reihten sich in den Lindwurm der Freude ein und trugen zum Gelingen bei. Die Lippborger Schützen nahmen das nicht gefeierte 825-jährige Bestehen des Orts aufs Korn und gratulierten zum 826. Geburtstag. Eine Gruppe aus Hovestadt trat unter dem Namen „Die Sitzungslosen“ an und beklagte das Fehlen einer Karnevalssitzung in ihrem Ortsteil. „Die Saufziegen“ hatten einen aufwändigen Wagen zum Kultfilm „Ghostbusters“ gestaltet und waren mit zahlreichen Geisterjägern auf Lippborgs Straßen unterwegs.

KKL-Präsident Rodger Urbansky war am Sonntagabend begeistert vom Straßenkarneval. „Der Tag ist bombastisch gelaufen. Es waren so viele Leute wie noch nie da.“

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