Fortschritte im Anidaso-Haus in Ghana
Eine gemeinsame Mahlzeit am Tag ist für die Kinder in Ghana eine ganz besondere Einrichtung und Erfahrung. Es gibt eine Tagesstruktur und eine Hausordnung.

Sie kümmert sich zusammen mit der Vorsitzenden Ursula Nippel um die Belange des Kinderheims. Der Zweck des 2012 von Horst Klabes und Gleichgesinnten gegründeten Vereins „Anidaso Ghana“ ist, armen Waisen und ehemaligen Straßenkindern in Ghana Liebe und Fürsorge zu schenken, damit sie mit mehr Hoffnung in ihre Zukunft blicken können. Laut Garbriele Kröner gehen alle Kinder in neue Schulen im neuen Ortsteil Dawhenya. Es gibt für sie eine Tagesstruktur und eine Hausordnung. Alle Hausbewohner nehmen täglich eine Mahlzeit gemeinsam ein, was in Ghana so nicht üblich ist. Jedes Kind hat auch bestimmte Aufgaben zu erfüllen, damit der reibungslose Ablauf im Haus gewährleistet ist.

Vier Kinder beziehungsweise schon junge Erwachsene, die ihre Ausbildung beendet haben, haben das Haus im Laufe des vergangenen Jahres verlassen, dafür sind fünf neue Kinder gekommen: Bertha, zehn Jahre alt, Kelvin, Horst und Ulla (5) und Thomas (13), der Zwillingsbruder von Doris, die schon seit 2015 im Kinderhaus ist. Der Garten am Haus wird nach und nach gestaltet. Gabriele Kröner sagt: „Es ist schön für die Kinder, in der Natur aufzuwachsen und den Umgang mit Tieren und Pflanzen zu erleben.  In einem abgeteilten Areal werden Hühner und Truthähne gehalten. Der Hund bewacht vor allem nachts das Haus und das Grundstück und bedeutet für die Sicherheit der Kinder sehr viel.

Ein deutscher Volontär aus Lippetal hat begonnen, ein paar Spielgeräte aufzubauen. Dieses Projekt soll in jedem Fall fertig gestellt werden.“ Am Sockel des Hauses sind inzwischen Feuchtigkeitsschäden sichtbar, die bei sämtlichen Neubauten in der Umgebung auftreten und die man der salzhaltigen Meeresluft des nahem Atlantik zuschreibt. Gabriel Cudjoe, der Leiter des Kinderhauses, wurde gebeten, mit dem Architekten über Abhilfe zu diskutieren. Als Lösung wäre das Anbringen von Steinplatten im unteren Gebäudebereich denkbar. Das Problem der aufgeweichten und kaum passierbaren Straße nach Regenfällen besteht weiterhin. „Es wurde aber mit dem Verlegen einer Wasserleitung von Seiten des Staates in der zu unserem Haus führenden Hauptstraße begonnen“, sagt Gabriele Kröner.

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