„Gelebter Glaube wichtiger als Worte“
Kostbare Fracht, behutsam getragen: Männer der Freiwilligen Feuerwehr schulterten den Schrein zur Kleinen Identracht.

In seiner Predigt erinnerte der Bischof an die Heilige Ida, die das Motto der Idawoche „Selig die Barmherzigen“ schon zu ihrer Zeit gelebt habe. Gleichzeitig stellte der Geistliche heraus, dass der gelebte Glaube wichtiger sei als Worte. Möglichkeiten, die Verkündigung der christlichen Botschaft konkret zu machen, gebe es viele.

Etwa durch die Zusammenarbeit mit Flüchtlingen, in Hospizen und in Pflegeeinrichtungen. Der Altardienst der großen Messdiener-Schar und die musikalische Gestaltung durch das Bläserensemble an St. Ida mit Organist Jörg Bücker gefielen dem Weihbischof so gut, dass er alle in den Dom nach Paderborn einlud. Bei der Kleinen Identracht nahmen Männer aus den Reihen der Freiwilligen Feuerwehr den kostbaren Schrein auf ihre Schultern.

Das Kopfreliquiar der Heiligen Ida trugen Mitglieder der Katholischen Frauengemeinschaft (KFD). Die musikalische Begleitung übernahm die Blasmusik Hultrop. Von der Lippborger Straße aus zog die Prozession zur Station an der Ida-Säule am Osttor. Dort wurde innegehalten zum Gebet. Bei dem schönen Wetter glänzte der goldene Schrein in der Sommersonne. Nie sonst sind die Gläubigen den Gebeinen ihrer Ortsheiligen so nah wie in der Idawoche und bei der Identracht.

In die Prozession reihten sich die Fahnen- und Bannerabordnungen der örtlichen Vereine. Über den Idenpatt ging es dann zurück zur Basilika, wo Weihbischof Matthias König den Gläubigen den Ida-Segen erteilte. Anschließend waren alle zur Begegnung am Haus Idenrast willkommen. Viele nutzten noch einmal die Gelegenheit, die sehenswerte Kunstausstellung mit den Bibelquilts unter fachkundiger Führung zu bewundern.

Das Bibelprojekt ging unter der Überschrift „Frauen – Macht – Zukunft“ aus Anlass des 100-jährigen Bestehens des Diözesanverbands der KFD in Münster an den Start. Vom 9. bis zum 28. Oktober werden die 33 Quilts auch im Kreuzgang des Paulus-Doms gezeigt. Der besondere Dank von Pfarrer Jochen Kosmann galt allen, die sich im Rahmen der Idawoche engagiert hatten.

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