Genossenschaftliche Handpuppen begrüßt
Hatten ihren Spaß mit den beiden drolligen Handpuppen: Mitarbeiter der Marktgenossenschaft der Naturland-Bauern in Lippborg.

Zusammen mit 26 weiteren Traditionen, Bräuchen oder Fertigkeiten wurde die Genossenschaftsidee ausgewählt. Das hat kürzlich die in Berlin tagende Kultusministerkonferenz entschieden.

Damit nicht genug: Die Genossenschaftsidee wurde darüber hinaus als der Beitrag ausgewählt, mit dem sich Deutschland um einen Eintrag in die von der Unesco geführte „Repräsentative Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit“ bewirbt. Mit dem Besuch genossenschaftlicher Unternehmen und Einrichtungen auch im Kreis Soest hatten Raiffeisen und Schulze-Delitzsch als Handpuppen für ihre Ideen geworben.

Die Abenteuer und Erfahrungen der beiden in der heutigen Welt, darunter die Visiten bei der Volksbank Hellweg und der Marktgenossenschaft der Naturland-Bauern in Lippetal-Lippborg, erfreuten zuletzt eine ständig steigende Zahl von Facebook-Anhängern. Damit wollten die Initiatoren vom Rheinisch-Westfälischen Genossenschaftsverband (RWGV) vor allem die jüngere Generation ansprechen und für das Thema sensibilisieren.

„Jetzt ist von höchster Stelle bestätigt, dass die Genossenschaftsidee zu Deutschland gehört wie die wandernden Handwerkergesellen, der Rattenfänger von Hameln oder die Schwäbisch-Alemannische Fastnacht“, freute sich Bernd Wesselbaum, Sprecher der Volksbanken im Kreis Soest, über die Entscheidung.

Und für Franz Westhues, Vorstand der Lippborger Marktgenossenschaft der Naturland-Bauern, dokumentiert der Beschluss auch, wie wichtig und wertvoll die Ideale der beiden großen Sozialreformer für unser heutiges Zusammenleben und -wirtschaften sind. Gleichzeitig hätten die Kultusminister mit ihrer Entscheidung deutlich gemacht, dass die Genossenschaftsidee ein schützenswerter Teil des nationalen Erbes ist.

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