Haus Assen lockt viele Interessierte an
Bild: mars
Die Haflinger „Laika“ und „Alaska“ drehten geduldig ihre Runden vor dem Schloss. Franziska und Ursula konnten sich, von Hartwig Stratmann und Antonius geführt, vor der historischen Kulisse schon fast wie in eine andere Zeit versetzt fühlen.
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Duftende Waffeln und Kaffee luden im Frühstückraum zum Verweilen. Die lange Tafel und Repliken historischer Gemälde an den Wänden ließen einen Eindruck von den Räumlichkeiten im Schloss erahnen. Die Gäste nutzen die Gelegenheit, die sonst nicht zugänglichen Räume des Kollegs zu besuchen.

Bei einem rund einstündigen Rundgang zeigte Pater Lindner dabei nicht nur die imposante Ahnengalerie der von Galens, vor allem die von den Schülern genutzten Räume standen im Mittelpunkt: Die Seminarräume, in denen nach dem Unterricht am Albertus-Magnus-Gymnasium in Beckum die Hausaufgaben gemacht werden und sich die derzeit neun Schüler auf Prüfungen vorbereiten können, Aufenthaltsräume, in denen im Winter bei knisterndem Ofen Gitarre gespielt oder gelesen wird, und auch der Rittersaal, in dem besondere Belobigungen und Besprechungen stattfinden können, sowie die Kapelle standen auf dem Plan des Rundgangs.

Hausaufgaben, Schulbesuch, Dienste im Haushalt oder Fußballspielen auf der Wiese, all das bestimmt den Alltag der Internatsschüler im von-Galen-Kolleg. Gleichzeitig unterscheiden sich viele Abläufe deutlich vom sonstigen Schülerleben. Wer rudert schon mit einem Paddelboot um das eigene Zuhause oder hat die Räume mit Namen wie „Burg Dinklage“ oder „Schloss Xavier“ bezeichnet? „Ein Handyverbot erübrigt sich hier allerdings, da wir ohnehin in einem Funkloch sind. Das ärgert vor allem die Handwerker, die hier tätig sind“, berichtete Pater Lindner auf Nachfrage mit einem Schmunzeln. Und natürlich ist der Alltag in einem von Patern geführten Internat von Gottesdiensten und der Vermittlung christlicher Inhalte geprägt.

Fragen waren beim Rundgang ausdrücklich erwünscht. Die Zahl der Gäste blieb dabei stets in einem Rahmen, der einen informativen Austausch ermöglichte und das sowohl beim Kaffee im Frühstückraum als auch mit den Patern auf dem Schlossgelände. Hier zogen vor allem die Haflinger von Hartwig Startmann und ein „Riesenrad“ am Gräftenufer die Blicke auf sich. Das Rad wurde selber entwickelt und gebaut, und die Gäste waren eingeladen, hier ihre Runden zu drehen.

Es war eine gute Bilanz, die seitens des Kollegs zu ziehen war und auch die Besucher, darunter viele Lippboger die erstmals einen Blick in die Räumlichkeiten im Schloss werfen konnten, beeindruckten die offenen Gespräche ebenso wie die verwinkelten Räumlichkeiten des Gemäuers.

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