Herzfelder Storch in Spanien gesichtet
Mit diesen Ringen wurden die jungen Weißstörche ausgestattet. So lassen sich die Vögel identifizieren, ohne dass sie gefangen werden müssen.

Zwar überwintern einige Weißstörche auch schon in Deutschland, aber das Gros der Vögel bevorzugt laut ABU immer noch wärmere Gefilde. Der nun fast zweijährige Storch bevorzugt jedenfalls Spanien. Er hat sich in der Nähe der Mittelmeerküste niedergelassen. „Der Nachweis unseres Storchs kommt aus der Nähe von Lleide“, teilt die Arbeitsgemeinschaft mit.

Der Ort liegt etwa 100 Kilometer von der Küste entfernt zwischen Saragossa und Barcelona. 1260 Kilometer sind es bis Herzfeld, dem Geburtsort des Vogels. Seit 2007 brüten wieder Störche im Kreis Soest. 86 Jungvögel sind in diesen zehn Jahren flügge geworden. Im Jahr 2015 wurden erstmals elf Junge im Kreis Soest von der Vogelschutzwarte beringt.

Sie erhielten Ringe mit einer Aufschrift, die man mit einem Fernglas oder Spektiv erkennen kann, ohne die Vögel zu fangen. Werden solche Funde dann an die Vogelschutzwarte gemeldet, erhält der Beringer eine Nachricht über Ort und Datum. Dies ist nun bereits der zweite Nachweis eines im Kreis Soest geschlüpften Jungvogels, teilt die ABU mit. Am 26. Mai im vergangenen Jahr war ein Geschwister-Storch des nun gesichteten Vogels in Sawall in Brandenburg nachgewiesen worden.

In wenigen Tagen kommen die ersten Störche in die Brutgebiete zurück. Ob der jetzt gemeldete Jungstorch auch dabei sein wird, können selbst die Fachleute nicht vorhersagen. Störche werden erst im dritten oder vierten Lebensjahr geschlechtsreif. Möglicherweise treibt sich der Herzfelder Vogel noch eine Weile im sonnigen Süden herum und sucht sich erst im nächsten Jahr einen Brutplatz.

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