Hilferuf: „Im Wald ist es gefährlich“
„Lieber Bürgermeister“: Nela (links) und ihre Schwester Lenja haben Briefe an Matthias Lürbke geschrieben: „Bitte helfen Sie uns“, schreiben sie darin, weil sie schon seit Wochen nicht mehr in dem kleinen Waldstück hinter ihrem Garten spielen können.

Sie können lesen und schreiben, und sie wissen, dass sich ein Bürgermeister um Probleme seiner Bürger kümmert. Also haben sich die beiden Schwestern Nela (7) und Lenja (8) Metzler hingesetzt und aufgeschrieben, wo sie alleine nicht weiterkommen. „Bitte helfen Sie uns“ schließen die beiden Briefe, die die Grundschülerinnen mit Unterstützung ihrer Oma verfasst haben und die sie dann ans Rathaus und, in Kopie, an die Zeitung geschickt haben.

Helfen soll der Bürgermeister beim Aufräumen der Schäden, die Sturm Friederike Mitte Januar in dem kleinen Waldstück angerichtet hat, das unmittelbar an den Garten des Wohnhauses am Roggenkamp angrenzt, in dem die Familie Metzler lebt. Bäume sind umgestürzt oder, noch dramatischer, sie haben sich in Richtung Boden geneigt.

„Wir Kinder können da nicht mehr spielen, weil es zu gefährlich ist“, schreibt Nela. Und ihre Schwester fragt: „Wann kommen die Bäume endlich weg, die da liegen?“ Schließlich wollen sie selbst, aber auch ihre Freunde aus dem Lippborger Wohngebiet, im Frühling dort „gerne wieder klettern und Buden bauen“.

Ein Wunsch, den Matthias Lürbke gut verstehen kann. Allein schon deshalb, weil er selbst im sauerländischen Menden nahe an einem Wald aufgewachsen ist und viel lieber in dem Gehölz gespielt hat, als auf irgendwelchen „richtigen“ Spielplätzen.

„Natürlich bekommen die beiden eine Antwort von mir“, versicherte er gestern. In der wird stehen, dass sich die dafür zuständigen Mitarbeiter der Gemeinde bemühen werden, bis zum Frühling das Gehölz wieder so herzurichten, dass die Kinder es gefahrlos betreten können. „Ich kann aber noch nicht genau sagen, wann das klappt“, bat Lürbke gestern schon einmal um Verständnis.

„Gerade jetzt gibt es nämlich sehr viele Grünflächen, um die sich die Mitarbeiter dringend kümmern müssen“. Aber das alles werde in dem Brief stehen, der in Kürze an Nela und Lenja geht.

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