Ilse Aigner punktet mit ihrem Charme
Bild: Schomacher
Prominenter Besuch: Das Bild zeigt (v. l.) Landtagspräsident Eckhard Uhlenberg, Irmgard Pösentrup, Stellvertretende Bürgermeisterin, Robert Schulze Hönighaus, Vorsitzender der CDU-Ortsunion Lippborg, Oliver Pöpsel, Vorsitzender der CDU-Ortsunion Herzfeld, Ilse Aigner, Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Bürgermeister Matthias Lürbke und den CDU-Gemeindeverbandsvorsitzenden Georg Bertram.
Bild: Schomacher

 In ihren Aussagen zeigte sich, dass sie ein kluger Kopf mit politischem Geschick, Durchsetzungsvermögen und jeder Menge Charme ist. „Wir haben die Berge, Sie den Horizont“, scherzte die Bundesministerin über den flachen Kreis Soest und vermittelte, dass sie überzeugtes Kind ländlichen Raumes ist und das auch bleiben möchte. Ihr besonderer Dank galt allen, die Landschaft über Jahrhunderte gestalteten.

Aigner erinnerte an die Anfänge der Europäischen Agrarpolitik. „Genug zu essen wird als selbstverständlich vorausgesetzt. Damals war nicht genug für alle da“, sagte Aigner. Hierzulande gelte inzwischen, eher den Überfluss als den Mangel zu verwalten. Deshalb sei es notwendig über die Agrarpolitik der Zukunft zu verhandeln. Die Bundesministerin sprach sich aber auch für eine Entbürokratisierung der Landwirtschaft aus, Flächenstilllegung erteilte sie eine klare Absage. Eine nachhaltige Wirtschaft sei sowohl zur Erzeugung von Nahrungs- und Futtermitteln, aber auch zur Erzeugung von Energie unverzichtbar. Ilse Aigner forderte neben der aktiven Landbewirtschaftung zudem die Förderung aller Nebenerwerbslandwirte ein.

Gleichzeitig rief sie die Unterschiedlichkeit der Länder auf europäischer Ebene ins Gedächtnis, in der Kompromisse stets notwendig sind. Vor dem Hintergrund, dass derzeit der neue Finanzrahmen ausgehandelt werde, sei es wichtig, auf nationaler Ebene verlässlicher Partner zu sein. Ilse Aigner forderte ihre Zuhörer auf, die Wertigkeit von Lebensmitteln ins Bewusstsein zu rufen und die Wertschöpfungskette zu beachten. Für sichere, qualitativ hochwertige Lebensmittel können jeder einen Beitrag leisten.

Bioenergie im Blickpunkt

Zu den Perspektiven für die Landwirtschaft zählt Ilse Aigner auch die Bioenergie, weil sie dauerlast- und speicherfähig ist. Dem hohen Flächenverbrauch erteilte sie jedoch eine klare Absage. „Gehen sie sorgsam mit landwirtschaftlichen Flächen um. Bei Neuausweisungen kann nur die Verdichtung von Innenräumen Ziel sein. Wir brauchen verlässliche Strukturen. Landwirtschaft ist ein lohnendes Zukunftsfeld mit großer Verantwortung“, sagte die Ministerin.

SOCIAL BOOKMARKS