Interkulturelle Kompetenz soll ins Kreishaus einziehen
Bewerber mit Migrationshintergrund sollen sich nach den Vorstellungen von Landrätin Eva Irrgang verstärkt um eine Position im Kreishaus bemühen.

Jetzt richtet die Verwaltungschefin den Fokus auch nach innen. „Wir wollen den Mitarbeitern der Kreisverwaltung interkulturelle Kompetenz vermitteln“, kündigte sie während ihrer Sommerpressekonferenz an. „Integration und interkulturelle Kompetenz gehen alle an“, betonte Irrgang in Bad Sassendorf vor Medienvertretern. „Deshalb soll das Thema ab sofort fester Bestandteil der Basisschulungen für neue Mitarbeiter, aber auch bei Fortbildungen für Führungskräfte werden. Außerdem wollen wir Bedienstete, die häufig Kontakt mit Menschen unterschiedlicher Herkunft haben, intensiv schulen.“ Dabei werde zum Beispiel darauf eingegangen, was bei der Kommunikation mit Menschen aus anderen Kulturkreisen zu beachten ist. So könnten Missverständnisse vermieden werden. Es gehe auch darum, Bewerber mit Migrationshintergrund für die Kreisverwaltung zu gewinnen. „Der Kampf um die besten Köpfe hat längst begonnen. Wir können es uns angesichts der demographischen Entwicklung gar nicht leisten, dieses Potenzial brach liegen zu lassen. Außerdem ist es eine Bereicherung und ein belebendes Element, wenn unsere Mitarbeiterschaft bunter und vielfältiger wird. Deshalb werden wir versuchen, Nachwuchskräfte mit Migrationshintergrund gezielt durch eine Informationskampagne anzusprechen“, erläuterte Landrätin Irrgang. Alles in allem wolle der Kreis sich öffnen und daher den direkten Austausch mit Menschen unterschiedlicher Kulturen suchen. Irrgang: „Dazu sollen zum Beispiel allen interessierten Mitarbeitern auch Besuche in den Moscheen im Kreis angeboten werden. Die ersten Kolleginnen und Kollegen haben sich in den vergangenen Wochen in den Moscheen in Werl und Soest umgesehen. In Lippstadt waren einige bei einem abendlichen Fastenbrechen im Fastenmonat Ramadan dabei“, betonte Landrätin Eva Irrgang.

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