Kinder halten ihre Laternen hoch
Bild: Schomacher
Über die vielen bunten Laternen, die von den Lippborger Kindern zum Martinstag mitgebracht worden waren, freute sich Gemeindepfarrer Gereon Beese. Sie leuchteten den Kleinen und ihren Eltern den Weg beim traditionellen Martinsumzug in Lippborg.
Bild: Schomacher

Viele Lippborger Familien waren in die St. Cornelius- und Cyprianus-Kirche gekommen, um sich in einem Kindergottesdienst an den Heiligen zu erinnern und anschließend mit bunten Laternen durch das Dorf zu ziehen. Zuvor lud Gemeindepfarrer Gereon Beese die Jungen und Mädchen mit ihren Eltern dazu ein, mit ihm einen Kindergottesdienst zu Ehren des Heiligen Martin zu feiern.

Dafür hatten die Kleinen auch fleißig geübt und stellten mit einem kleinen Schauspiel während der Lesung der Martinsgeschichte dessen berühmte Tat, das Teilen seines römischen Soldatenmantels für einen frierenden Bettler, dar. Mit Liedern, Gebeten und Fürbitten erinnerten die Kinder an das Leben und die Taten des Heiligen, der im 4. Jahrhundert als Sohn eines römischen Militärtribuns geboren wurde und bereits als Kind mit der christlichen Lehre in Berührung kam. Doch erst nach Ablauf seiner militärischen Dienstzeit konnte er sich ganz dem christlichen Glauben und der Verbreitung der christlichen Lehren widmen. Er starb gegen Ende des 4. Jahrhunderts und wurde in Tours beigesetzt. Viele Legenden, Berichte von Wundertaten und bis in die heutige Zeit lebendige Traditionen und Bräuche erinnern an den Heiligen Martin. Wie in jedem Jahr, so entzündeten auch dieses Mal die Lippborger Kinder nach dem Gottesdienst ihre Laternen, um in einem farbenfrohen Umzug durch das Dorf zu ziehen.

Am Ende des Laternenzuges freuten sich die Kleinen über die Martinsleckerei, die an alle Jungen und Mädchen verteilt wurde – ganz im Sinne des Heiligen.

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