Kirche wird ins rechte Licht gerückt
Auch wenn sie abgesperrt wirkt: Die Kirche bleibt während der gesamten Bauphase zugänglich.

Bis zum Lippborger Markt Ende August soll die rund 850.000 Euro teure Maßnahme abgeschlossen sein. 60 Prozent der Kosten trägt das Land Nordrhein-Westfalen. Etwa 100.000 Euro steuert das Bistum Münster bei, da auch Flächen im Besitz der Kirche neu gepflastert werden. Der Rest von rund 240.000 Euro kommt aus der Lippetaler Gemeindekasse.

Insgesamt werden mehr als 1100 Quadratmeter Fläche an der Kirche neu gepflastert. Ausgewählt wurde dafür ein Naturstein mit relativ glatter Oberfläche, wie Bürgermeister Matthias Lürbke sagte. Zudem werde die vielfach geäußerte Anregung berücksichtigt, dass die Kirche von Menschen mit Einschränkungen ohne Sorge vor Stolperfallen erreichbar sein sollte. Am Freitag trafen sich Vertreter aus Politik und Verwaltung sowie Mitglieder des Kirchenvorstands, um sich über Planungen und Zeitplan auf den neuesten Stand bringen zu lassen.

Eins der wichtigsten Ziele, die Schulze mit der Maßnahme verfolgt, ist es, die Kirche als zentrales Lippborger Identifikationsobjekt ins rechte Licht zu rücken. Allein die in dieser Woche ausgeführten Rodungsarbeiten haben seines Erachtens bereits eine Verbesserung gebracht. „Wenn man jetzt nach Lippborg reinkommt, sieht man die Kirche sofort. Das ist ein Aha-Erlebnis.“ Bislang sei das Gotteshaus im Sommer immer hinter einer „grünen Wand“ verschwunden. Einige Bäume im Umfeld werden allerdings stehenbleiben – eine Vorgabe des Kreises Soest.

Auch bei der abendlichen Anstrahlung der Kirche peilt Schulze Veränderungen an. So sollen das Eingangsportal und die Seitenschiffe besser zur Geltung kommen. Für den kommenden Dienstag, 23. Februar, ist eine Beleuchtungsprobe mit einer Fachfirma vorgesehen. Beginn ist um 18 Uhr. Alle Interessierten sind eingeladen, sich die verschiedenen Möglichkeiten anzuschauen und ihre Meinung dazu kundzutun, wie Bürgermeister Lürbke betonte. Über den Stand der Arbeiten informieren von nächster Woche an Stellwände in der Kirche. Die Ortsdurchfahrt ist von der Sanierung nicht betroffen, es sind keine Sperrungen notwendig.

Zu den weiteren Maßnahmen im Zuge der Ortskernerneuerung zählen der Bau einer weiteren Brücke für Fußgänger und Radfahrer über die Quabbe sowie die Gestaltung des Pfarrgartens als Obstwiese mit Bänken und Spielgerät. Das Bachufer soll von beiden Seiten aus zugänglich, der Parkplatz im Bereich der Pumpstation deutlich aufgewertet werden.

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