Konzert in Hultrop: Ein Höhepunkt der Lippetaler Adventszeit
Bild: nes
„Brich an, Du schönes Morgenlicht“ – unter der Leitung von Manfred Bauss gaben die Sängerinnen und Sänger des Gemischten Chors Hultrop am vierten Adventssonntag ihr traditionelles Weihnachtskonzert in der voll besetzten Hultroper Pfarrkirche.
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Ein anspruchsvolles Repertoire hatten die Sänger mit ihrem langjährigen Chorleiter Manfred Bauss auch in diesem Jahr einstudiert. Im Zentrum standen Elemente aus dem Weihnachtsoratorium von Johann Sebastian Bach . Verstärkt und untermalt wurde der sängerische Vortrag von den Streichern Michael Sluimann, Johann Risse, Mira Schwinn und Peter Risse sowie der Bläsergruppe der Blasmusik Hultrop, dem Blockflötenkreis Soest und Susanne Flecke an der Orgel.

Glanzlichter setzte wie im Vorjahr die Sopranistin Hiltrud Sluimann mit ihren Interpretationen des „Salve Regina“ von Felix Mendelssohn-Bartholdy, „O du liebes Jesuskind“ von Anton Bruckner und „Laetentur caeli“ von Giovanni B. Casali.

Dass der Gemischte Chor „Cäcilia“ sein Weihnachtskonzert als adventliche und weihnachtliche Verkündigung empfindet, war der gesamten Konzeption anzumerken, angefangen von der Wahl der Stücke bis hin zum Arrangement und der Interpretation: Schnörkellos, strahlend und rein, wie die Vorausschau auf das kommende Reich Gottes, das mit menschlichen Sinnen allerdings nur erahnt, aber nicht erfasst und erst recht nicht verstanden werden kann. Wie mögen sich die Hirten gefühlt haben, als ihnen der Engel des Herrn erschien, um die Ankunft Jesu auf Erden zu verkünden? Der Chor schaffte es, den Zuhörern einen Eindruck dieser überwältigenden Empfindung, von Furcht und Ehrfurcht und dem Versprechen der Erlösung zu vermitteln.

Zwischen den Vorträgen trug Dieter Bettenwort in der trotz der vielen Menschen sehr stillen Kirche die Weihnachtsgeschichte vor. So entstand ein klangliches Gesamtbild, dass weniger auf eine anheimelnde weihnachtliche Atmosphäre abhob, sondern vielmehr die überwältigende Botschaft von der Ankunft Gottes auf Erden verkündete. Die Stille, die sich der Chor während des Vortrags erbeten hatte, unterstützte diesen Eindruck noch – insgesamt ein überaus gelungenes Konzert, das zu den Höhepunkten der Lippetaler Adventszeit gehört.

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