Kreis Soest schult Zensus-Interviewer
Elmar Diemel und Heinz-Dieter Schomberg (vorne v. l.) von der Erhebungsstelle des Kreises Soest für den Zensus 2011 haben mit der Schulung der Interviewer begonnen. Sie legen dabei ein besonderes Augenmerk auf die strengen datenschutzrechtlichen Vorschriften.

Im Gegensatz zur Volkszählung im Jahr 1987 werden jedoch nicht mehr alle Haushalte aufgesucht, sondern vor allem Daten aus Registern gewonnen. Quellen sind zum Beispiel die Einwohnermeldeämter oder die Bundesagentur für Arbeit. Nur etwa zehn Prozent der Bevölkerung werden direkt befragt, um falsche Daten hochrechnen und korrigieren zu können. Im Kreis Soest ist diese Stichprobe mit fast 15 Prozent befragter Bürger eine der höchsten in Nordrhein-Westfalen, heißt es in einer Pressemitteilung.

Damit bei der Befragung alles korrekt läuft und qualitativ hochwertige Daten erlangt werden, schult der Kreis Soest bis zur ersten Maiwoche rund 550 Erhebungsbeauftragte. Die Interviewer sind  von der zweiten Maiwoche bis Ende Juli im Einsatz. „Dabei wird ein besonderes Augenmerk auf die strengen datenschutzrechtlichen Vorschriften gelegt. Der Bürger vertraut zu Recht darauf, dass seine Daten geschützt werden. Deshalb hat der Gesetzgeber hohe Anforderungen gestellt“, betont Elmar Diemel von der Erhebungsstelle des Kreises Soest. Während der Schulungen werden die Interviewer beispielsweise auf das Statistikgeheimnis verpflichtet. Wer dagegen verstößt, muss mit Geld- oder Freiheitsstrafe rechnen. Außerdem erhalten die Erhebungsbeauftragten wichtige Tipps, um eine hohe Qualität der ermittelten Daten sicherstellen zu können.

Experten halten den hohen Aufwand für berechtigt. Denn die derzeit angenommene Einwohnerzahl ist offensichtlich nicht korrekt, eine Schwankungsbreite von bis zu zwei Millionen Menschen wird nicht ausgeschlossen

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