Kultur in Lippetal: Eine kleine, aber feine Reihe
Das Münsteraner Kabarett „Storno“ mit Harald Funke, Thomas Philipzen und Jochen Rüther gehört mittlerweile zum festen Programm bei „Kultur in Lippetal“

Wer aber jetzt schon nach Karten für die Veranstaltungen giert, muss sich gedulden. Erst am Samstag, 24. September, wird der Vorverkauf starten. Und dann nicht profan per Telefon, sondern mit einer „besonderen Veranstaltung am und im Modehaus Willenbrink in Herzfeld“, geben die KiL-Verantwortlichen bekannt.

Auf wen können sich denn nun die Besucher der Lippetaler Kabarettabende freuen? Auf Matthias Reuter (15. Oktober), auf die „Bullemänner“ (28. Januar) und – wie könnte es in Herzfeld anders sein – auf „Storno“ (3. März).

„Auf schwarz sieht man alles“, heißt das aktuelle Programm von Matthias Reuter. Er spürt im Saal Orthues den Schrecken des Alltags nach und dringt dabei in unerforschte Tiefen und Abgründe vor. Albern wird es nur nach Vorwarnung, und „mitsingen kann man, muss man aber nicht.“ Skurrile jazzige Lieder, kabarettistische Weitsicht und eine durchaus positive Einstellung zum Menschen ergeben eine gesunde Mischung aus Gesellschafts- und Polit- Satire. Derweil beschäftigen sich die „Bullemänner“ mit dem „iKuh“, der komischen Intelligenz der Westfalen. Wenn Augustin Upmann und Heinz Weißenberg das Leben wiederkäuen, kommt immer was Witziges dabei heraus. Seit 1994 steigen die beiden komischen Vögel zu Beobachtungsflügen über die die endlosen Weiten der westfälischen Runkeltaiga auf. Die Ausbeute ist nach wie vor reichhaltig. In „iKuh“ bringen sie sogar Kühe zum Fliegen. Das Duo tritt im Albertussaal auf.

Ebenso wie „Storno“. Deren Programm steht für kabarettistische Feinkost, zubereitet aus feinsten Zutaten der vergangenen zwölf Monate. Angerichtet, abgeschmeckt und auf die Bühne geworfen von drei nicht Promovierten: Harald Funke, Thomas Philipzen und Jochen Rüther. Aber wie gesagt: Karten vorbestellen kann man erst ab 24. September. Bis dahin muss die Vorfreude reichen.

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