Lage am Supermarkt soll sich bessern
Planers Blick auf den Parkplatz am Supermarkt: Ein Zebrastreifen soll den Weg über die Hauptstraße sicherer machen.

Zunächst müssen von der Gemeinde aber noch alle Bedingungen erfüllt werden, damit es für den Hauserwerb und den Umbau zu Parkplätzen Fördermittel gibt. So rechnet Bürgermeister Matthias Lürbke damit, dass die Abbruchbagger frühestens Ende Juli anrücken werden. Rechtzeitig vorher würden Nachbarn und Anlieger informiert.

Die Nachricht über den bevorstehenden Abriss erhielten jetzt die rund 200 Lippborger, die zur Bürgerversammlung zur weiteren Ortskernentwicklung in die Kirche Ss. Cornelius und Cyprianus gekommen waren. Planer Klaus Schulze begann seine Planvorstellungen damit, den ersten Bauabschnitt der Ortskern-Sanierung noch einmal Revue passieren zu lassen. Da war mancher beeindruckt, wie sich das Vorher und Nachher rund um Quabbe, Pfarrhaus und die Kirche unterscheiden. Konsequent führt der Planer die Entwicklung jetzt im zweiten Bauabschnitt weiter vom Ilmerweg vorbei am Pfarrhaus in Richtung Kindergarten und bis zum Parkplatz des Supermarkts.

Dort schlägt er vor, die bestehende rote Ziegelmauer auch aus Sicherheitsaspekten einzureißen. Stattdessen soll ein Zaun aufgestellt werden. Auf der gegenüberliegenden Seite möchte Schulze den optisch wenig attraktiven Zaun des Kindergartens durch eine Hecke ersetzen oder um eine solche ergänzen.

Der Planer schlägt auch aus Sicherheitsgründen weiterhin vor, dass die Blaufärberstraße bis auf Höhe des Parkplatzes am Supermarkt zukünftig nur als Einbahnstraße von Westen (Einfahrt bei Fleischerei Reckendrees) genutzt werden darf. Das solle für den Lieferverkehr wie auch für andere Verkehrsteilnehmer gelten. Wenn das Haus Schliephorst erst abgerissen ist und dort Parkplätze entstanden sind, wird der neue Elli-Supermarkt eine „Insel“ bilden, optisch gut erkennbar zwischen Hauptstraße und Blaufärberstraße.

Wer dann von der Hauptstraße auf den bisherigen Parkplatz fährt und keinen der dort auf 2,60 Meter verbreiterten Parkplätze erwischt, kann über die Blaufärberstraße nach rechts auf den neuen Parkplatz gelangen. Von diesem neuen Parkplatz soll es an der Hauptstraße einen zweiten Eingang in den Supermarkt geben, der etwa ins Café der Bäckerei Lippling führen wird.

Bürgermeister Matthias Lürbke erläuterte dem Publikum, dass sich die vorgestellten Maßnahmen noch in der Planung befinden und Anregungen und Verbesserungen noch einfließen können. Die vorgestellten Maßnahmen seien durch bestehendes Baurecht gedeckt und könnten innerhalb eines Jahres in die Tat umgesetzt werden. Die Frage der Erweiterung des Supermarkts benötige dagegen langwierigere Änderungen im Baurecht. Die Planungen wurden überwiegend positiv aufgenommen.

Es gab aber auch erste Kritik und Anregungen: Klaus-Dieter Brauckhoff vermisste Planungen zu einem ausreichenden Parkplatz für den Marien-Kindergarten. Margret Kessler, Leiterin des Marienkindergartens, machte darauf aufmerksam, dass die Mauer zwischen Supermarkt und Blaufärberstraße auch dem Schutz der Kinder vor Lärm und Abgasen diene. Ellen Karnstedt-Scheffer zeigte sich enttäuscht, weil sie auf eine größere Lösung gehofft hatte. Sie findet, dass die jetzige Lösung von Bauabschnitt zu Bauabschnitt zu kurz gesprungen ist.

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