Landfrauen haben Aktionstage im Blick
Mitreißender Redner: Rolf Schmiel unterhielt unter der Überschrift: „Stark im Sturm – wie Sie herausfordernde Zeiten souverän meistern“.

Der Experte empfahl seinen Zuhörerinnen, in herausfordernden Zeiten das Leben zu genießen, dabei die eigenen Ziele im Blick zu behalten und sich auf die eigenen Stärken zu besinnen. Wer kein Ziel habe, verlaufe sich und bringe nicht die notwendigen Pferdestärken auf die Straße. Wer Rhythmus und Struktur brauche, tue gut daran, Rituale zu pflegen. Nach seinem Vortag stellte Schmiel sich den Fragen aus dem Publikum.

Zum Auftakt der Traditionsveranstaltung begrüßte Beate Pöpsel im Namen des Leitungsteams Gäste und Ehrengäste. Sie stellte die schwierige Situation der landwirtschaftlichen Familienbetriebe sowie die Probleme im Umfeld der Agrarbranche heraus. Negative Kritik rühre oft daher, dass Unbeteiligte einen falschen Blick auf die Landwirtschaft hätten. Daher gelte es, das Ansehen der Landwirtschaft sowie des gesamten Berufsstandes zu stärken. „Wichtig ist dabei: Wir sollten authentisch bleiben und auch so in der Öffentlichkeit wirken“, sagte Pöpsel.

Eine Herausforderung und ein besonderes Ereignis seien für den Kreislandfrauenverband Soest die Aktionstage im Mai. Unter der Überschrift „Landfrauen mischen sich ein – unterwegs zu neuen Chancen“ ist die Eröffnung der deutschlandweiten Aktion am Samstag, 9. Mai, in der Soester Innenstadt.

Ein Ziel des Landfrauenverbandes ist zudem die Gleichberechtigung von Männern und Frauen. Geschulte Beraterinnen sollen künftig sicherstellen, dass es hier auf dem Feld der gleichen Entlohnung zu Fortschritten kommt.

Die Soester Landrätin Eva Irrgang zollte dem Landfrauenverband Lippborg Lob für die gelungene Ausrichtung der Veranstaltung. Sie lobte insbesondere die Saaldekoration. Irrgang dankte allen Landfrauen für ihr Engagement und nahm in ihrer Rede den Wandel aus gesellschaftlicher wie demografischer Sicht in den Blick. Sie sicherte den Frauen zu: „Ich bin da, wenn was ist.“

Auch Lippetals Bürgermeister Matthias Lürbke sprach die Veränderungen im Wandel der Zeit an. Er freue sich auf den Nachmittag in der großen Runde „sturmerprobter Frauen“. Lürbke betonte, er wünsche sich mehr Frauen und Vertreter aus der Landwirtschaft auf politischer Ebene.

„Schon der Hallenschmuck hier ist Stärkung für die Seele“, sagte Kreislandwirt Dirk Schulze-Gabrechten in seinem Grußwort. Er hielt fest: „Frauen aus der Landwirtschaft finden in der Öffentlichkeit mehr Gehör als Männer.“

„Mittendrin geht’s mir am besten“, sagte Regina Selhorst, Präsidentin des Westfälisch-Lippischen Landfrauenverbands. Sie zeigte sich fasziniert vom Engagement der hiesigen Mitglieder. Sie forderte dazu auf, das Programmangebot bei den Aktionstagen im Mai rege zu nutzen. „Wir bereichern nicht nur die Bördetage, wir bieten auch viel“, sagte Selhorst.

Aktuell zählt der Kreislandfrauenverband Soest genau 2604 Mitglieder, die in 24 Ortsverbänden organisiert sind. 23 Prozent von ihnen sind bis 50 Jahre, 37 Prozent zwischen 51 und 65 Jahre, 40 Prozent über 65 Jahre alt. 45 Prozent der Mitglieder kommen aus der Land- und Forstwirtschaft, 55 Prozent aus anderen Berufen.

SOCIAL BOOKMARKS