Landwirte ziehen eine „durchwachsene“ Jahresbilanz
Josef Lehmenkühler, Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Kreisverbands Soest, zieht eine Jahresbilanz.

Witterungsmäßig und somit ackerbaulich sei es ein interessantes Jahr gewesen: Ein langer, kalter Winter, wenn auch ohne extreme Tiefsttemperaturen und ein anschließendes kühles Frühjahr habe das Wachstum der Pflanzen zu Beginn des Jahres zunächst stark verzögert. „Wir konnten den kältesten März seit 25 Jahren vermelden“, erklärt Lehmenkühler. Allerdings hätten die Pflanzen diese Zeit gut überstanden, denn es habe keine extrem niedrigen Frosttemperaturen ohne schützende Schneedecke wie im vorigen Jahr gegeben. Danach habe sich ein kaltes, feuchtes Frühjahr angeschlossen.

„Pünktlich zur sommerlichen Ernte kam die Kehrtwende mit viel Sonnenschein und hohen Temperaturen“, sagt der Vorsitzende. Das sei die richtige Witterungskombination für das Getreide gewesen. „Gute Erträge, gute Qualitäten und gute Erntebedingungen“, fasst er zusammen. Die herbstliche Ernte habe dann recht unterschiedliche Ergebnisse beschert: „Bei den Kartoffeln hatten wir aufgrund der Sommertrockenheit einen rund 15 Prozent geringeren Ertrag, und beim Mais variierte er auf den verschiedenen Standorten sehr stark“, bilanziert der Geseker Landwirt. Die Zuckerrübenernte sei mit mittleren Erträgen und guten Zuckergehalten besser als zunächst erwartet ausgefallen.

Ein Thema in 2013 war die Reform der Europäischen Agrarpolitik. Sorge bereite den Landwirten, wie die Reform tatsächlich auf nationaler Ebene ausgestaltet werde. Auch auf die Koalitionsverhandlungen im Herbst schauten die Landwirte mit Interesse, heißt es in einer Pressemitteilung. Wichtige Themen wie Klimawandel, Welternährung und Bioenergie seien ohne den Beitrag der Landwirtschaft nicht zu bewältigen, teilt der Kreisverband mit.

Nach einer repräsentativen Umfrage sehen 91 Prozent der Deutschen die Stärken der Landwirtschaft in der Erzeugung qualitativ hochwertiger Lebensmittel. „Wir Bauern werden alles daran setzen, dem gerecht zu werden“, sagt Kreisverbandsvorsitzender Josef Lehmenkühler.

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