Lippetals Burgen öffnen ihre Tore
Seltene Ansicht des Schlosses aus nördlicher Richtung: So zeigt sich auch „Alt-Assen“ als ein imposantes Bauwerk.

Am Samstag, 17. Juni, und Sonntag, 18. Juni, werden sie ihre Zugbrücken für Führungen und Besichtigungen für Jedermann herunterlassen. Die Burgen und Schlösser sind bekanntlich die Schätze des Münsterlandes: In kaum einer anderen Region gibt es schönere Zeugen großer Baukunst als hier. Imposante Wasserschlösser und romantische Burganlagen begeistern die Besucher und lassen sie in vergangene Zeiten eintauchen.

Erstmals in diesem Jahr widmet sich ein „Schlösser- und Burgentag im Münsterland“ der ganzen Vielfalt dieser Bauwerke: Am Wochenende 17. und 18. Juni werden zahlreiche Burgen und Schlösser ihre Pforten öffnen und das teils rund um die Uhr. 24 Stunden lang werden in vielen historischen Gemäuern Aktionen und Angebote stattfinden, die es sonst so nicht zu erleben gibt.

Diese imposante Anlage ist als Denkmal anerkannt: Das Schloss Hovestadt wurde 1292 erstmals urkundlich erwähnt. Wegen seiner strategisch günstigen Lage am Lippeübergang wurde es im Mittelalter mehrmals zerstört, aber stets wieder aufgebaut. Die heutige Wasserburg mit Hauptschloss wurde 1563 bis 1572 von Laurenz von Brachum erbaut. Die Vorburganlage wurde 1733 von Johann Conrad Schlaun errichtet. Das Renaissance-Schloss verfügt über eine Schlosskapelle im barocken Vorgebäude und einen Barockgarten.

Die Anfänge des Wasserschlosses „Haus Assen“ liegen im 14. Jahrhundert. Unter der Familie von Ketteler wurden die Gebäude nach Süden erweitert („Neu-Assen“). Im Jahre 1564 ließ Goswin von Ketteler das heutige Renaissance-Schloss durch den Baumeister Laurenz von Brachum errichten. Mitte des 17. Jahrhunderts erwarb die Familie von Galen die Herrschaft Assen. Unter Matthias von Galen wurde 1854 bis 1858 die neugotische Kapelle von Friedrich Wilhelm Buchholz erbaut und vom Schwager des Grafen, dem berühmten „Sozialbischof“ Wilhelm Emmanuel von Ketteler, eingeweiht. Kardinal Clemens-August von Galen (1878 bis 1946), bekannt als „Löwe von Münster“, hielt sich in seiner Jugend häufig in Haus Assen auf. Sein Neffe, Bernhard Graf von Galen, übergab das Schloss im Jahr 1997 als Geschenk für die Jugendarbeit an die konsequent katholische Ordensgemeinschaft der Diener Jesu und Mariens (SJM).

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