Mit Pfarreienfusion neue Chancen nutzen
Bild: nes
Rappelvoll war die Gemeinschaftshalle Oestinghausen am Sonntag während derGemeindeversammlung. Die bisher eigenständigen Pfarrein St. Stephanus, St. Barbara und St. Albertus Magnus werden zum 1. Dezember 2012 fusionieren.
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Von diesem Thema fühlten sich offensichtlich viele Katholiken aus allen drei Kirchengemeinden angesprochen, denn die Oestinghausener Gemeinschaftshalle, in der die Fusionsversammlung stattfand, war komplett besetzt. Paul Piepenbreier, der die Moderation der Veranstaltung übernommen hatte, beschwor gleich zu Beginn die Lebendigkeit des derzeitigen und zukünftigen Gemeindelebens: „Das Lippetaler Modell ist ein Erfolgsmodell“, sagte er und erklärte als Ziel die vitale und fruchtbare Zusammenarbeit der zukünftig fusionierten Gemeinde mit den dem münsterschen Bistum zugehörigen Pfarreien.

Die Fusion der drei Pfarreien zum 1. Dezember 2012 wird eine Entwicklung abschließen, die mehr als ein Jahrzehnt vorher ihren Anfang genommen hatte. Bereits seit 2009 gibt es einen Gesamt-Pfarrgemeinderat, dessen Mitglieder auch nach der Fusion bis 2013 im Amt bleiben werden. Die Kirchenvorstände der einzelnen Gemeinden werden Ende 2011 aufgelöst. Ihre Arbeit wird kommissarisch ein Verwaltungsausschuss übernehmen, der auch für die Vermögensverwaltung der drei Kirchen zuständig ist, bis Ende 2012 durch Wahlen ein neuer Kirchenvorstand bestimmt werden kann. Allerdings bleiben die Sondervermögen der einzelnen Kirchen bestehen, auch wenn die Haushalte zusammen gelegt werden, hieß es am Sonntag in der Versammlung. Auch die Schlüsselzuweisungen vom Bistum Paderborn würden sich in den nächsten fünf Jahren nicht ändern.

Schon am 28. Mai werden die Kirchenvorstände die Auflösung der jetzigen Pfarreien Oestinghausen, Hultrop und der Pfarrvikarie Hovestadt beschließen und den Grundstein legen für die Neugründung. Der Gesamt-Pfarrgemeinderat wird seine Arbeit für die dann fusionierten Gemeinden fortsetzen, bis im November 2013 Pfarrgemeinderatswahlen anstehen. Auf die Frage Piepenbreiers, wie die Gemeinde zur Fusion steht, schlug den Verantwortlichen ein positives Echo entgegen: „Wir freuen uns auf die Fusion.“

Allerdings muss noch über den neuen Namen der fusionierten Pfarreien entschieden werden.

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