Mit fairem Handel kann Lippetal ab sofort punkten
Bild: nes
Lippetal ist jetzt Fair-Trade-Gemeinde. Lisa Herrmann, Koordinatorin der Kampagne „Fair-Trade-Towns“ in Köln, überreiche am Sonntag das Zertifikat an Bürgermeister Matthias Lürbke.
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Bei den Sprechern der Lippetaler Steuerungsgruppe, Christian Neuhaus, Cornelia Keßler und Agnes Witte-Meiser, bedankte sich Herrmann mit Blumen.

Lürbke freute sich, dass so viele Vertreter örtlicher Vereine, von Parteien und Institutionen sowie von den teilnehmenden Betrieben in der Feierstunde dabei waren. Gekommen war auch M. A. Marcos Antonio da Costa Melo, Geschäftsführer des Forums für Umwelt und gerechte Entwicklung, sowie Eine-Welt-Koordinator Ruhr Ost/Soest. Der Bürgermeister rief den Weg der Initiative durch die Institutionen ins Gedächtnis, der sich in Lippetal dank des vorbildlichen Engagements der Gruppe zügig gestaltet hatte. Auch Christian Neuhaus erinnerte an den Weg zur Fair-Trade-Gemeinde und damit auch an den verstorbenen Pastor Horst Klabes, der ein Befürworter des fairen Handels gewesen sei. Neben vielen Einzelgesprächen habe die Gruppe die Gewerbeschau in Herzfeld genutzt, um durch gezielte Informationen Defizite aufarbeiten zu können.

Mit einem Zitat von Mahatma Gandhi, „Wir müssen die Änderung sein, die wir in der Welt sehen wollen“, rief Cornelia Keßler aus Lippborg die Notwendigkeit für fairen Handel ins Gedächtnis. Dieser sei nach wie vor nötig, weil viele Bauern in Entwicklungsländern immer noch nicht von ihrer Arbeit leben könnten. Daher sei jeder Einzelne gefordert. Für fairen Handel gelte, das öffentliche Bewusstsein zu stärken. Hierzulande würden 80 Prozent Fair-Trade-Produkte kennen, davon vertrauen 98 Prozent dem Siegel. Allerdings gebe jeder Deutsche nur sechs Euro im Jahr für Produkte aus dem fairen Handel aus. Angeboten werden die Produkte deutschlandweit in 42 000 Geschäften und in 20 000 Gastronomiebetrieben. Eine-Welt-Produkte können in Lippetaler Geschäften und in den Eine-Welt-Läden in Lippborg und Oestinghausen erworben werden. Erstrebenswert, so die Initiatoren, wäre eine solche Einrichtung auch für Herzfeld.

Für die Musik sorgte die Trommelgruppe aus Oestinghausen. Nach Überreichung der Urkunde stießen im Haus Biele alle mit Sekt auf den Erfolg an. Gastronom Josef Willenbrink aus Lippborg reichte am Mittag eine Kartoffelsuppe.

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