Muckenkönigin wählt Würstchenmann zum Mitregenten
Bild: nes
Bei der Parade am Oestinghauser Muckentag ist ein aufgekrempeltes Hosenbein bei den Männern Pflicht, wobei die Damen, hier Ulla Pils, anführen.
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Die 26-jährige Krankenschwester des Marienkrankenhauses Soest wohnt erst seit kurzer Zeit in Niederbauer und war völlig überrascht, als der Styroporadler zu Boden trudelte. „Ich kenne ja hier noch niemanden“, kommentierte sie die Aufforderung, sich einen König zu wählen, blickte in die Runde und sagte spontan: „Ich nehme mal den Würstchenmann“. Und flugs holte sie Heiner Mersch am Würstchenstand ab.

Doch auch für ihn war die „Nachfolge“ schnell geregelt. Schwiegersohn Hubert Gottschalk übernahm den Grill und die Würstchen, bis Fleischermeister Henrik Mersch zur Stelle war. Auch das amtierende Oestinghauser Kaiserpaar Manfred Müller und Waltraud Klenke war nach Niederbauer gekommen, um dort das neue Muckenkönigspaar zu feiern. Zur Proklamation der neuen Regenten überreichten die scheidenden Majestäten Silvie Schröder und Josef Leier Kette und Schärpen an ihre Nachfolger.

Es ist immer wieder ein Erlebnis, wenn beim Muckentag die Frauen ihren „Adler“ über Kimme und Korn ins Visier nehmen. Dabei ist die ungezwungene und herzliche Atmosphäre der Veranstaltung Garant für gutes Gelingen. Alle Frauen, die auf den Vogel schießen möchten, haben dazu Gelegenheit. Beispielsweise rückten Maria Pils und Elisabeth Romberg dem Adler als Duo zu Leibe, während Bernhard Prösser das Nachladen der Gewehre übernahm. Nach der Polonaise durch Niederbauer führten die Damen die Herrenparade an, die mit jeweils einem aufgekrempelten Hosenbein zu absolvieren ist.

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