Neuer Supermarkt am alten Standort
Karin Cyrus nutzte den Eröffnungstag des neuen Elli-Markts in Lippborg gleich zu einem Großeinkauf und war nach ihrem ersten Besuch sehr zufrieden.

Alptekin eilt durch die Gänge, weil es überall noch etwas zu tun gibt. Preise müssen angepasst, letzte Lebensmittel noch einsortiert werden. Zudem muss er immer wieder innehalten, weil ihm Leute zu seinem Markt gratulieren wollen. Denn die Kunden sind mit dem ersten Eindruck sehr zufrieden. Um 10 Uhr am Morgen ist der Markt bereits sehr voll.

Alle drei Kassen sind geöffnet. Auch die im Eingangsbereich angesiedelte Bäckerei Lippling freut sich über rege Kundschaft. Die Lippborger wollen wissen, wie der neue Supermarkt aussieht, und die Eröffnungsangebote abstauben. Sicher spielt hier auch die Erleichterung vieler Anwohner eine Rolle, nun nicht mehr für jede Tüte Milch in den Nachbarort fahren zu müssen.

Bereits am Mittwochabend seien 200 Leute zur Eröffnungsfeier gekommen, berichtet Alptekin. Auch Bürgermeister Matthias Lürbke war dabei. Für ihn ist die Markteröffnung ein großer Schritt in der Entwicklung des Lippborger Ortskerns. „Die Schließungszeit war sicherlich zu lang. Es war aber richtig, den Markt direkt im Ort zu lassen“, sagte er vor dem Hintergrund der vergangenen Diskussionen über den Standort des Supermarkts. 20 Mitarbeiter arbeiten nun in der Elli-Filiale. Für Alptekin ist es der dritte Supermarkt.

„Lippborg ist für uns jetzt der wichtigste Standort, weil es unser größter Markt ist“, sagt er. Die Verkaufsfläche ist 700 Quadratmeter groß, auch eine Käse- und Wursttheke ist vorhanden. Eine Woche hat es gedauert, bis sämtliche Ware in den Regalen verstaut war, oder wie es Alptekin im Einzelhändlerdeutsch ausdrückt: „Bis die Regalspiegelung abgeschlossen war.“

Besonders stolz ist Filialleiter Mehmet Alptekin auf seine energieeffiziente Kühltechnik. „Darauf haben wir sehr viel Wert gelegt“, sagt er. Bei den Kunden kommt der neue Markt gut an. Karin Cyrus hat gleich einen ganz Einkaufswagen voll gepackt. „Der erste Eindruck ist sehr positiv. Es wirkt viel heller und offener als vorher und auch ordentlicher.“

Das ist auch anderen Kunden aufgefallen. Der Rewe zuvor sei „immer so vollgepackt“ gewesen. Nun seien die Gänge viel breiter und man könne sich ein besseres Bild von der großen Auswahl machen. Der große Ansturm hat allerdings nicht nur positive Seiten. Der Parkplatz vor dem Markt ist für so viele Kunden zu klein.

Am Donnerstagvormittag drehten viele Kunden vergeblich ihre Runden um die bereits vollen Stellplätze. Aber auch hierfür will die Gemeinde noch eine Lösung finden. „Die Parkplatzsituation muss verbessert werden“, sagt auch Bürgermeister Lürbke. In den nächsten Wochen soll zudem eine Bürgerversammlung stattfinden, bei der die Bevölkerung in die Weiterentwicklung des Orts einbezogen werden soll. Für Mehmet Alptekin ist aber zunächst wichtig, dass trotz des Stresses die Eröffnung so gut funktioniert hat.

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