Ölprinz-Spielschar trotzt dem Regen
Rauchende Colts: Jede Menge Action bot das Freilichttheater, wenn Indianer, Gangster und Siedler aufeinandertrafen.

Das Ensemble lieferte den Zuschauern eine gelungene Inszenierung nach Motiven aus dem berühmten Karl-May-Roman. In dem Stück ist der Ölprinz, gespielt von Josef König, der Schurke. Er will einem Geschäftsmann, der mit einem Siedler-Treck im Wilden Westen unterwegs ist, eine Ölquelle andrehen, die gar keine ist.

Winnetou (Ulrich Sauer) und Old Surehand (Thomas Ottenhus) kommen dem Ganoven und seiner Bande auf die Schliche. Sie möchten die Siedler warnen und müssen dazu den Indianer-Häuptling Mokaschi überzeugen, dass die Siedler friedliebende Menschen sind.

Am Ende fliegen die Machenschaften des Ölprinzen auf, und zwischen Siedlern und Indianern herrscht pure Harmonie. Leider hatten die Schauspieler und Organisatoren bei der Premiere alles andere als Glück mit dem Wetter. Dennoch bereiteten sie den Zuschauern einen unterhaltsamen Nachmittag.

Die Veränderungen, die das Theaterstück gegenüber der Romanvorlage aufwies, dienten vor allem dazu, noch mehr Action und Witze, die die Zuschauer zum Lachen brachten, präsentieren zu können. Zur Halbzeit des Inszenierung gab es sogar eine Unterbrechung, die dem Regen geschuldet war. Irgendwann jedoch konnte es weitergehen, bis zum große Finale mit Feuer, viel Krach und Lärm, einem brennenden Ölprinzen und der Versöhnung zwischen den Siedlern und Indianern.

Zu der Spielschar gehörten auch die zehn Jungen aus dem Internat in Haus Assen. Wie berichtet, wird die Einrichtung mit Ende des Schuljahrs geschlossen. So bedeutet das Karl-May-Freilichttheater für sie einen letzten Höhepunkt ihrer Zeit in Lippborg.

„Der Ölprinz“ wird noch zweimal am Haus Assen aufgeführt: jeweils ab 16 Uhr am Samstag, 2. Juli, und am Sonntag, 3. Juli.

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