Parkplatz-Problem beschäftigt Politik
Auf der Grünfläche östlich des Busparkplatzes und südlich des Friedhofs könnte neuer Parkraum entstehen.

Lippetal-Schulleiter Direktor Erich Zajac drängt ebenfalls auf mehr Parkraum. Ein Schild soll die Friedhofsbesucher schon seit längerem davor schützen, dass ihre Parkplätze von Dauerparkern belegt werden.

Aber wenn in der Schule „Tag der offenen Tür“ ist, Elternsprechtag oder mehrere Jahrgänge Weihnachtsfeiern abhalten und womöglich noch eine Beerdigung stattfindet, dann ist im Umfeld der Schule laut Nachbarn „Chaos-Parken“ angesagt. Es wurde schon beobachtet, dass selbst Haus- oder Firmeneinfahrten zugeparkt wurden. Ein Anwohner beklagt, dass die Falschparker dann auch noch „äußerst pampig“ reagieren, wenn sie auf ihr Fehlverhalten angesprochen werden.

In Politik und Verwaltung wird die Lage seit längerem beobachtet. SPD-Ratsherr Michael Rennekamp erinnerte in einer Ausschusssitzung daran, dass hier eine Lösung gefunden werden müsse. Ratsherr Werner Sander erwähnte in seiner Haushaltsrede, dass intern bereits von 300 000 Euro die Rede ist, die hier für einen Parkplatz investiert werden sollen, um die Situation zu entschärfen. CDU-Fraktionschef Georg Bertram sieht ebenfalls die Notwendigkeit für einen zusätzlichen Parkplatz, alleine schon, weil an der Lippetalschule demnächst hundert Lehrer arbeiten werden. Er hält 300 000 Euro als Investitionssumme dafür aber für übertrieben. Zuerst sollten jetzt die Projekte Gute Schule 2020 in den Fokus genommen werden.

Der Arbeitskreis Lippetalschule werde überdies bei seiner Sitzung im Januar 2018 das Thema Parkplätze ebenfalls auf die Tagesordnung nehmen. Nicht offiziell bestätigt ist die relativ wahrscheinliche Annahme, dass der neue Parkplatz an der Lippstädter Straße auf der Grünfläche östlich des Busparkplatzes und südlich des Friedhofs entstehen soll. Lippetals Bürgermeister Matthias Lürbke bremst jedoch dahingehend, dass er die Sache erst einmal in einer Sondierungsphase sieht. Man will herausfinden, ob es unbedingt nötig ist, hier weiteren großflächigen Parkraum zu schaffen oder ob es Alternativen gibt.

SOCIAL BOOKMARKS