Pfadfinderinnen werden geschult
Die Pfadfinderinnen – hier beim Morgenkreis – sind gegenwärtig wieder zu Gast beim Orden der Diener Jesu und Mariens auf Haus Assen in Lippborg. Die Ordensgemeinschaft ist selbst aus der christlichen Pfadfinderbewegung hervorgegangen                             

Sogar ein Mädchen aus Bulgarien ist dabei, und ein Mitglied vom Stamm der Evangelischen Pfadfinder Europas (EPE). Ostermontag sind sie angereist, an diesem Samstag geht es wieder zurück. In der Zwischenzeit lernen die etwa 50 Teilnehmerinnen von den rund 20 Ausbilderinnen alles, was sie wissen müssen, um selbst eine Pfadfindergruppe, bei den KPE eine sogenannte Gilde, führen zu dürfen.

Die meisten Teilnehmerinnen sind im Alter von 14 bis 16 Jahren. Aber auch ein paar Erwachsene sind dabei, die sich weiter fortbilden lassen. Sie lernen, in der Gruppe zu arbeiten, sich selbst ihre „Häuser“ mit Sitzgelegenheit, Koch- und Arbeitsecke zu bauen, ohne dabei auch nur einen Nagel zu verwenden, sich mit dem Kompass zu orientieren und ihre eigenen Gruppenstunden vorzubereiten. Vor allem aber geht es um den Spaß an der Sache, berichtet Judith Christoph, Koordinatorin und Bundesmeisterin der KPE.

Am Dienstag wurde so zum Beispiel mit kleinen Booten der äußere Wassergraben des Schlosses erkundet, und für den Abschlussabend am Freitag werden in kleinen Gruppen kurze Theaterszenen vorbereitet, die beim festlichen Abendessen unterhalten sollen. Einige Teilnehmerinnen schlafen sogar draußen in der freien Natur. Ein Höhepunkt für alle Pfadfinderinnen, ob sie nun das erste Mal dabei sind oder zum wiederholten Male, ist der Hike-Tag, der am heutigen Donnerstag stattfinden wird.

Die Mädchen bilden Gruppen und bekommen verschiedene Aufgaben gestellt. Dann müssen sie in Lippetal und Umgebung ihren Weg mit Karte und Kompass finden. Es geht unter anderem nach Hovestadt, nach Herzfeld, Hultrop, Oestinghausen oder Lippborg. „Wir haben uns sehr gefreut, wie freundlich uns die Anwohner vor zwei Jahren empfangen haben“, sagt Judith Christoph. „Wir würden uns freuen, wenn das wieder so wäre.“

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