Pflegestern honoriert Dienst am Nächsten
Der zum sechsten Mal vergebene „Pflegestern“ ging an 17 Frauen und zwei Männer. Unter den Geehrten sind auch Frauen aus Lippetal. Vizelandrätin Irmgard Soldat (2. Reihe l.) sprach die öffentliche Anerkennung während einer Feierstunde im Kreishaus zusammen mit Landrätin Eva Irrgang (1. Reihe l.) aus.

Die Vorsitzende des Gremiums, Vizelandrätin Irmgard Soldat, sprach die öffentliche Anerkennung während einer Feierstunde im Kreishaus, bei der auch Bürgermeister bzw. Vertreter der jeweiligen Heimatorte gratulierten, zusammen mit Landrätin Eva Irrgang aus. Der zum sechsten Mal vergebene „Pflegestern“ ging an Elisabeth Klötzer (Anröchte), Christa Maas, Anna Michels (beide Geseke), Ursula Holz, Marianne Mersch, Marianne Ostermann, Doris Possmann, Maria Stemmer, Elfriede Tietje (alle Lippetal), Rosemarie Bongartz, Roswitha Buxelbroer, Hedwig Hellermann, Maria Magdalene Gnegel (alle Lippstadt), Christiane Rösner (Soest), Fritz Dicke (Warstein), Edda Glade, Doris Hecht, Franz Malkowsky und Marga Stöppelmann (alle Werl).

Irmgard Soldat würdigte die Verdienste der Geehrten: Der Ehemann von Ursula Holz (67) ist seit 17 Jahren pflegebedürftig. Marianne Mersch (61) hat ihren Vater von 1993 bis 1996, ihren Mann bis 1997 und ihre Mutter von 2006 bis 2010 versorgt. Marianne Ostermann (62) kümmert sich seit 2005 um ihren Mann, musste ihren Beruf dazu aufgeben. Doris Possmann (67) versorgt ihren Mann seit 29 Jahren. Maria Stemmer (71) pflegt ihre mittlerweile 51-jährige Tochter seit der Geburt, Unterstützung erfährt sie von ihrer Schwester Anneliese. Elfriede Tietje (77) muss ihren Sohn seit 24 Jahren betreuen, konnte deshalb ihren Beruf nicht weiter ausüben.

Auch Landrätin Eva Irrgang würdigte die Leistung der pflegenden Angehörigen. Ohne ihren selbstlosen Einsatz würde das Pflegesystem zusammenbrechen, stellte sie heraus. „Im Zuge der demografischen Entwicklung in Verbindung mit dem sich abzeichnenden, teilweise bereits bestehenden Mangel an Berufspflegekräften nimmt die Bedeutung der Pflege durch Angehörige für unsere Gesellschaft noch weiter zu. Angehörige, die sich um pflegebedürftige Familienmitglieder kümmern, müssen deshalb durch die Öffentlichkeit höchtstmögliche Stärkung und Unterstützung erfahren“, appellierte  Eva Irrgang während der Feierstunde im Kreishaus.

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