Phantastische Erzählkultur im Zelt
Susanne Tiggemann (stehend) war die Erzählkünstlerin, die es verstand, das Publikum im Zelt in ihren Bann zu ziehen.

Kindergarten- und Schulkinder lauschten ebenso wie Erwachsene den frei erzählten Geschichten. Im eigens auf der Wiese vor dem Kindergarten aufgestellten Erzählzelt herrschte eine heimelige Atmosphäre. Dort lauschten die Zuhörer aufmerksam der Erzählkünstlerin Susanne Tiggemann, die in ihrer Geschichte Eduard, das Entenküken, vorstellte. Anja Willenbrink, Erzieherin im Bertgerus-Kindergarten, zog das Publikum nicht minder mit drei bunten Schmetterlingen in ihren Bann. Sicher sind sich alle Beteiligten, dass gerade in jungen Jahren das freie Erzählen die Phantasie anregt und Menschen verbindet.

So ließen sich auch in der direkten Beziehung zu Kindern und Eltern religiöse Inhalte vermitteln, sagte Rita Hagenkamp, Leiterin des Bertgerus-Kindergartens. Neben den Mädchen und Jungen aus der Einrichtung fanden sich auch die Herzfelder Grundschüler gruppenweise im Erzählzelt ein. Auch das örtliche Büchereiteam und die Besuchsdienste waren im Zelt willkommen. Bewegungs- und Trommelgeschichten, Erzählungen „aus dem Säckchen“ und das Basteln von Erzählpuppen rundeten das Programm ab.

Im Rahmen der vom Bistum Münster geförderten Aktion nahmen Anja Willenbrink (Bertgerus-Kindergarten), Felicitas Rust (St.-Ida-Kindergarten) und Maria Kaup als ehrenamtliche Fachkraft aus der Pfarrgemeinde an der Qualifizierung in der Akademie Franz-Hitze-Haus in Münster teil. Bei der einjährigen beruflichen Qualifizierung ging es darum, das freie Erzählen für Kinder zu lernen und gezielt in der pädagogischen Arbeit zur Sprachförderung und zur Wertevermittlung einzusetzen. Die fachliche Begleitung übernahmen die erfahrenen Erzählkünstler des Theomobils – ein Verein für religions- und kulturpädagogische Projektarbeit aus Sendenhorst.

Am Donnerstag, 11. Juli, kommt das Erzählzelt noch einmal nach Herzfeld, und zwar in den zweiten katholischen Kindergarten St. Ida.

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