Prinzenwagen fängt Feuer
Bild: Kirchhoff
Als Pusteblumen waren die "Springmäuse" in Lippborg unterwegs.
Bild: Kirchhoff

Kurz vor Ende der Veranstaltung, als die Wagen und Fußgruppen auf ihrer traditionellen zweiten Runde durchs Dorf waren, hatten die Karnevalisten allerdings einige Schrecksekunden zu überstehen: Die vordere Front des Prinzenwagens stand in Flammen. Das Feuer konnte jedoch schnell gelöscht werden. Verletzt wurde niemand.

Ein strahlend schöner Wintertag und ein Narrenumzug wie gemalt – die Lippborger können sich wieder einmal gegenseitig anerkennend auf die Schultern klopfen. Der 30. Umzug in der Geschichte des Lippborger Karnevals konnte sich sehen lassen. Die zigtausend Zuschauer, die wieder einmal aus allen Himmelsrichtungen ins närrische Lippedorf gepilgert waren, mochten sich fühlen wie auf einer Traumreise.

Das Traumschiff wurde dieses Mal gesteuert vom Prinzenpaar Manuel I. Thomas und Jessica I. Heiermeier, die hoch oben auf der Kommandobrücke der reichlich mit Blumen geschmückten nachgebauten „Aida“ huldvoll ihren Untertanen zuwinkten. Vom traditionellen Pappmaché-Elefanten angeführt, zogen Fußgruppen, Musikformationen und fantasievoll gestaltete Wagen durch den Ort, auch sehnsüchtig von den Kindern erwartet, die nicht vergeblich auf möglichst viele „Kamelle“ warteten.

Mehr als 1000 Aktive bereiteten am Sonntagnachmittag den Gästen in Lippborg einen Umzug der Extraklasse. Von A wie „Altdachse“ (so nennen sich die ehemaligen „Heimerkerkönige“ seit neuestem) bis Z wie „Zigeuner“, eine Gruppe von Pfadfindern, die in diesem Jahr erstmals am närrischen Treiben teilnahmen, war alles vertreten, was gute Laune verströmen wollte.

Mittendrin auch ein Wagen des Lippborger Schützenvereins, der das Dorf nach der geplanten Sanierung darstellte: Hochhäuser und jede Menge Filialen allererster Handelsgüte. Farbenfroh wie immer die „Springmäuse“, die am Sonntag als zauberhafte Pusteblumen durch Lippborg zogen. Eine weitere Fußgruppe hatte sich als Schmetterlinge verkleidet, eine andere wiederum präsentierte sich als Lippestörche.

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