Prozession beendet die Ida-Woche
Bei der festlichen Identracht am Sonntag zum Abschluss der religiösen Festwoche trugen die Frauengemeinschaft und Feuerwehrleute die Büste und Schreine.

Der Weihbischof aus Essen feierte am Sonntagvormittag in der Herzfelder Wallfahrtsbasilika im Rahmen eines Pontifikalhochamtes gemeinsam mit Pfarrer Jochen Kosmann und vielen katholischen Gläubigen den Abschluss der Ida-Woche. Anschließend begleitete er die traditionsreiche Identracht, bei der die Büste der heiligen Ida, der kleine Schrein und der Herzfelder Hauptschrein mit Gebeinen der Heiligen aus der Kirche hinaus durch den Ort und wieder zurück in die Basilika getragen wurden.

Abordnungen der örtlichen Vereine waren mit Fahnenschmuck vertreten, die Frauengemeinschaft und Feuerwehrleute trugen Büste und Schreine. Vieles sei derzeit im Umbruch, führte Wilhelm Zimmermann in seiner Predigt aus. Vieles, das bisher selbstverständlich erschienen sei, werde viel kritischer hinterfragt. Glauben und christliche Lebenssicht würden mehr und mehr infrage gestellt. Aus seinem Umfeld in Essen berichtete der Weihbischof: Ein Drittel der Menschen glaube, nicht an Christus, ein Drittel der gläubigen Christen praktiziere nicht mehr, und das letzte Drittel stelle Fragen, auf die Kirche unbedingt eine zeitgemäße Antwort geben müsse, wenn sie denn Bedeutung behalten wolle und wenn die Worte der Bibel noch irgendwie die Herzen der Menschen erreichen sollten.

Zimmermann betonte: „Wir leben in einer herausfordernden Zeit. Wir Bischöfe werden uns schon bald auf einen synodalen Weg machen. Wir wollen die Fragen der Menschen und der Gesellschaft bewusst aufnehmen und diskutieren.“ Er lud ein, mutig mitzugestalten: „Öffnen Sie Ihr Herz, damit Kirche sich der Zukunft öffnen kann.“ Zwei Stunden dauerten das Hochamt und die anschließende Prozession durch den Ort. Der Ida-Chor sang in der Kirche, die Blasmusik aus Hultrop begleitete die Prozession musikalisch. Nach dem Abschlusssegen in der Basilika folgte im Haus Idenrast ein Ausklang in geselliger Runde.

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