Rund 45 000 Pilger wallfahren jährlich nach Herzfeld 
Bild: Schomacher
Eine Pilgergruppe aus Ahaus-Graes hat das Grab der Heiligen Ida in Herzfeld besucht. Jährlich wallfahrten etwa 45 000 Gläubige nach Herzfeld, um hier zu beten.
Bild: Schomacher

Die „Glocke“ begleitete in dieser Woche eine Pilgergruppe aus der Pfarrgemeinde St. Josef in Ahaus-Graes.

 Bei schweißtreibenden Temperaturen trafen die Senioren aus Ahaus in Herzfeld ein und feierten mit ihrem Kaplan Uwe Börner und Pater Hans Schmidt einen Gottesdienst, aus dem die Gläubigen mit dem Ida-Segen entlassen wurden. „Uns war es ein Anliegen, den ältesten Wallfahrtsort im Bistum und die Keimzelle des christlichen Glaubens in Westfalen kennen zu lernen. Die Heilige Ida war eine gute Landesmutter, ihre Vita wird hier in der Kirche greifbar“, sagte der Kaplan.

Beeindruckt zeigten sich die Pilger von der Grabstätte der Heiligen Ida, die als Folge der Ausgrabungen in den Jahren 1975 / 76 entstanden ist. Der Tag der Auffindung des Ida-Grabes am 5. Januar 1976 gilt als Meilenstein in der neueren Kirchengeschichte von Herzfeld. Die Grabkrypta ist seit dem 4. September 1980 zugänglich. Bischof Reinhard Lettmann weihte sie am 26. November 1980, dem Jahr der tausendjährigen Heiligsprechung ein. Seit der Vollendung zum 4. September 1981 gilt die Grabstätte mit der Confessio aus Sarkophag, Schrein und Altar als religiöses Meisterwerk, das als Verkündigung der Osterbotschaft bezeichnet werden kann. Das liegende Kreuz in der Krypta bezeichnet die Stelle innerhalb des Portikus (Säulengang), in dem Ida von 825 bis 980 begraben war. Im Kirchenführer ist dargestellt, dass schon unmittelbar nach dem Tod Idas Wallfahrer aus Nah und Fern an ihr Grab kamen. Demnach sind auch viele Heilungswunder an dieser ältesten christlichen Wallfahrtsstätte schriftlich überliefert.

SOCIAL BOOKMARKS