SPD-Kritik an fehlendem Breitbandkabel 
Bild: Kirchhoff
Im neuen, gut nachgefragten Baugebiet Berghecke in Oestinghausen wird es vorerst kein schnelles Breitbandkabel geben. 
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Damit hätte „die Gemeinde Lippetal ohne Not eine Chance zum Ausbau der Infrastruktur und zur Steigerung der Attraktivität der örtlichen Wohngebiete verpasst“, klagen die Sozialdemokraten. Und sehen in der Haltung der CDU-Fraktion auch schon einen Schuldigen.

„Eine ganz dicke Überraschung kam im Hebst vorigen Jahres auf den Tisch der Lippetaler Ratsfraktionen, als bekannt wurde, dass für das Baugebiet Berghecke in Oestinghausen kein schneller Breitbandkabelanschluss vorgesehen ist“, erklärt die Lippetaler SPD in ihrem offenen Brief zu diesem Thema. Die Gründe dafür, warum bei der Erschließung des Baugebietes nicht sofort ein entsprechendes Kabel verlegt worden war, hätten nicht mehr recherchiert werden können. Schließlich habe festgestanden, dass nun der nachträgliche Anschluss des Baugebietes nicht ohne finanzielle Eigenbeteiligung der Bürger von Statten gehen sollte. Bis zur endgültigen Bebauung sollte die Gemeinde einen Teil der Kosten vorstrecken, welche dann Schritt für Schritt beim Anschluss ans Breitbandnetz durch den Internetinteressenten zurückzuzahlen wären, teilt die SPD mit.

„Angesichts der Sorgen, die andere Landgemeinden mit einer ordentlichen Breitbandversorgung gehabt haben und noch haben, verbunden mit der zu erwartenden Attraktivitätssteigerung für die zu vermarktenden Grundstücke, hatte die SPD-Fraktion einen Antrag gestellt, ein Breitbandkabel zu verlegen und die Gemeinde für die überschaubaren Kosten in Vorlage treten zu lassen“, heißt es in dem Brief weiter. Kostenlos müsste es aber sein, hätte die CDU daraufhin verlangt. Oder zumindest müsse der Anbieter seine Standardtarife so abändern, dass auch die Lippetaler Unternehmer eine Möglichkeit zur gewerblichen Nutzung erhalten würden.

„Als seien diese Wünsche nicht alle schon abenteuerlich genug, gipfelte die Argumentationskette in der Feststellung der CDU-Mehrheitsfraktion, dass 32- oder 64 000 Mbit-Internetgeschwindigkeiten doch bereits in absehbarer Zeit völlig überholt seien. Wer beruflich schnell im Web unterwegs seien muss, könne ja auf eine Funkverbindung zurückgreifen“, zitiert die SPD die CDU-Argumentation. Schließlich sei es mit den Stimmen der CDU abgelehnt worden, dass die Gemeinde Lippetal in Vorleistung tritt und zunächst einmal die Ausbaukosten übernimmt.

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