SPD fordert engagiertes Handeln beim Rettungsdienst
Glockeportal Unfall

Zwar konnten Hans Peter Trilling, der ärztliche Leiter des Rettungsdienstes, und Dezernent Ralf Hellermann den derzeitigen Status anhand von Zahlen erhellen, doch zufrieden gaben sich die Sozialdemokraten in ihrer vorigen Fraktionssitzung damit nicht. „Bei den Hilfsfristen gibt es nach wie vor gravierende regionale Unterschiede, die so nicht hingenommen werden können“, erklärte Sprecher Eduard Schlüter.

Zuvor hatten Trilling und Hellermann darauf hingewiesen, dass statistisch in 93 Prozent der Einsätze die Fristen von unter zwölf Minuten eingehalten worden seien. Sie mussten aber auch eingestehen, dass dieses in Ense, Lippetal, Welver und Möhnesee nur unter 90 Prozent der Fall sei, heißt es in einer Pressemitteilung. In mehr als 600 Ernstfällen des Jahres 2010 habe die Hilfsfrist von zwölf Minuten bedauerlicherweise nicht ausgereicht; die Rettungswagen seien erst später am Einsatzort eingetroffen.

Diesen Mangel kritisiere die SPD-Fraktion seit Jahren, empörte sich Schlüter. Nachbesserungen seien bis dato aber nicht vorgenommen worden. Deshalb habe seine Fraktion auch als einzige im Kreistag seinerzeit gegen den Rettungsdienstbedarfsplan gestimmt, um deutlich zu machen, wie notwendig eine Optimierung der Hilfsfristen sei.

SOCIAL BOOKMARKS