Schlägerei vor Gericht verhandelt
Nur ein Angeklagter wurde verurteilt.

Das Ergebnis: Zwei Verfahren wurden eingestellt. Nur ein 23-jähriger Hovestädter wurde zu einer Geldstrafe verurteilt. Was war passiert? In der Nacht vom 14. auf den 15. Juni 2017 verließen fünf Männer, darunter zwei spätere Opfer, das Jungschützenfest in Hovestadt. Kurz darauf, gegen 3.30 Uhr, kam es auf der Schlossstraße zu einer verbalen und körperlichen Auseinandersetzung zwischen dem 23-jährigen Angeklagten aus Hovestadt, der am Ende verurteilt wurde, und einem 46 Jahre alten Opfer aus Hovestadt.

Alle Beteiligten waren stark alkoholisiert, weshalb bei den meisten Aussagen die genaue Erinnerung an das besagte Geschehen fehlte. Die drei jungen Angeklagten waren sich teilweise uneinig, auch die beiden Zeugen verstrickten sich in Widersprüche. Der 23-Jährige soll den 46-Jährigen von hinten kommend zu Boden gerissen und sich anschließend auf ihn gesetzt haben. Außerdem sei es zu mehreren Schlägen gekommen.

Der Vorwurf der Anklageschrift beinhaltete zusätzlich, dass der 23-jähriger Hovestädter zusammen mit den zwei Mitangeklagten auf den am Boden liegenden Mann eingetreten haben sollen. Der 46-Jährige trug einen Kieferbruch sowie zahlreiche Schürfwunden davon, musste drei Tage lang stationär im Krankenhaus behandelt werden. Der zweite Zeuge (29), der dem Opfer zur Hilfe kam, erlitt eine Prellung im Gesicht, die ebenfalls durch einen Schlag entstanden ist. Bei der Polizei meldeten sich die Angeklagten zwei Tage nach dem Vorfall aufgrund einer Meldung in der Zeitung, mit der die Polizei Zeugen der Schlägerei gesucht hatte.

In Absprache mit dem Staatsanwalt entschied die Richterin nach kurzer Beratung auf eine Geldstrafe in Höhe von 750 Euro für den Hauptbeschuldigten, die er an den „Verein zur Förderung der Bewährungshilfe“ zahlen muss. Ersatzweise kann er auch 150 Sozialstunden ableisten. Das Verfahren gegen die beiden Mitangeklagten (23 und 24) aus Hovestadt und Herzfeld wurde aus Mangel an Beweisen eingestellt. Keiner der Angeklagten ist vorbestraft.

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