Schulpauschale rechtzeitig bei der Kreisverwaltung beantragen
Auf die Bildungs- und Teilhabeleistungen für leistungsberechtigte Kinder und Jugendliche macht Sachbearbeiter Hendrik Henneböhl von der Kreisverwaltung aufmerksam.

Das Sachgebiet „Sicherung des Lebensunterhalts“ in der Soester Kreisverwaltung empfiehlt bis zu 25 Jahren alten Schülern, die einen Anspruch auf Wohngeld oder Kinderzuschlag haben, rechtzeitig vor Beginn des neuen Schuljahres einen Antrag zu stellen, um von einer zeitnahen Auszahlung zu profitieren.

Ein weiterer Hinweis des Kreises: Eltern von Kindergartenanfängern sollten ebenfalls frühzeitig den Zuschuss zur Mittagsverpflegung beantragen. Denn sowohl Schulpauschale als auch Mittagsverpflegung sind zum neuen Schul- bzw. Kindergartenjahr neu zu beantragen. Wer Arbeitslosengeld II bezieht, muss keinen gesonderten Antrag auf Schulbedarf stellen, die Bewilligung erfolgt automatisch, heißt es in einer Mitteilung des Kreises. Vom Bildungs- und Teilhabepaket profitieren insbesondere Empfänger von Arbeitslosengeld II, Wohngeld und Kinderzuschlag sowie Menschen, die Sozialhilfe beziehen.

Die Menschen im Kreis Soest nehmen das Bildungs- und Teilhabepaket gut an. Im vergangenen Jahr wurden beim Jobcenter Arbeit Hellweg Aktiv (Arbeitslosengeld II) und bei den Städten und Gemeinden (Wohngeld- und Kinderzuschlagberechtigte) insgesamt über 13 000 Anträge gestellt. In diesem Jahr gingen bis zum 1. Juni im Jobcenter 3912 Anträge ein und bei den Kommunen 4529, zusammen also in den ersten fünf Monaten bereits mehr als 8000.

„Damit haben wir die 70-Prozent-Marke überschritten. Ich bin optimistisch, dass wir zeitnah 75 Prozent aller potenziell Leistungsberechtigten erreichen und das Vorjahresergebnis deutlich übertreffen“, wagt Hendrik Henneböhl, Mitarbeiter des Sachgebiets „Sicherung des Lebensunterhaltes“, eine Prognose. Damit liegt der Kreis Soest deutlich über dem Durchschnitt. Die Inanspruchnahme des Bildungs- und Teilhabepakets in Kreisen lag nach einer Erhebung des Deutschen Landkreistages im März bundesweit im Schnitt bei 53,4 Prozent. In diesem Jahr haben die Kommunen im Kreis an Wohngeld- und Kinderzuschlagsempfänger pro Fall durchschnittlich 70,40 Euro ausgezahlt. Das belegt, dass bei weitem nicht nur Leistungen für den Schulbedarf abgerufen wurden, wenn man die im Februar ausgezahlten 30 Euro für Schulbedarf ins Kalkül zieht.

SOCIAL BOOKMARKS