Schwester Gosberta aus Lippborg feiert ihren 100. Geburtstag
Schwester Gosberta wird heute 100 Jahre alt.

Die 1912 in der Lippborger Bauerschaft Polmer geborene Gertrud entschied sich 1934 für das Ordensleben bei den Hiltruper Missionsschwestern und fand ihr Wirkungsfeld in Peru, wo die damalige Regierung eine Reform des sozialen Netzes beschlossen hatte und 15 neue Krankenhäuser errichten ließ. Das südamerikanische Land wurde ihre neue Wirkungsstätte und blieb es bis auf den heutigen Tag. So ist nun über 70 Jahre Peru ihre Heimat, eine Zeit, in der sie an mehreren Stationen des Landes tätig war. Die Leitung von mehreren Krankenhäusern und die Betreuung der Kranken und der Pflegekräfte gehörten ebenso zu ihren Aufgaben wie seelsorgliche Aufgaben und die Katechese in den Gemeinden.

Zu ihrem ersten Heimaturlaub kam sie 1963 nach Lippborg. Bei einem weiteren Besuch 1997 erzählte sie im  Pfarrheim ausführlich von  ihrer Tätigkeit in Peru. Nun, im hohen Alter, wo ihre Augen und ihr Gehör nicht mehr so richtig mitmachen wollen, ist sie immer noch erfüllt von der Sorge um die Menschen dort. Briefe aus der deutschen Heimat werden ihr vorgelesen,  und dankbar freut sie sich über Kontakte mit ihren Lippborger Verwandten und Bekannten. Dazu trägt auch der Pfarrbrief ihrer Heimatgemeinde bei, der ihr regelmäßig zugeschickt wird.

Die Lippborger Kolpingsfamilie pflegt eine besondere Freundschaft zu „ihrer“ Schwester Gosberta. Seit vielen Jahren gehen die Erlöse der jährlichen Weihnachtsbaum-Aktionen und der Fasten- und Solidaritätsessen nach Lima. Der Orden unterhält dort Krankenhäuser, Suppenküchen, Obdachlosenheime, Waisenhäuser und andere soziale Einrichtungen. Dort ist jede Hilfe immer gut angelegt.

Und so gehen in diesen Tagen sicherlich viele Glückwünsche, Grüße und gute Wünsche um den halben Globus nach Lima zu Schwester Gosberta, die sich darüber sehr freuen wird.

Die Briefadresse ist zu erfahren bei Konrad Stengel, Tel. 02527/531, oder im Pfarrbüro Lippborg

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