Seit 60 Jahren gehört die Dankeskapelle zum Ortsbild
Bild: nes
Musikalisch gestaltet wurde der Jubiläumsgottesdienst in der Dankeskapelle Herzfeld vom Singekreis und Kinderchor mit eindrucksvollen Liedern wie „Du bist der Clou“.
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Nach der Grundsteinlegung 1953 wurde das Gotteshaus 1954 zur Heimat für die Evangelischen Christen, die im nördlichen Bereich von Lippetal zuhause sind. „Zur Einweihung bekam die Gemeinde viele Glückwunschschreiben. Aber am meisten gefällt mir der Brief von Malermeister Julius Stein aus Lippborg: Architektur und Malerei geben dem Innern der Kirche eine sakrale, beruhigende Note“, erinnerte Pfarrer Ralph Frieling in der Predigt.

Die Dankeskapelle sei ein durchbeteter Raum, ein Rückzugsraum vom Alltag, in dem viele Menschen ein- und ausgingen, Eltern mit Täuflingen, Kindergottesdienstkinder, Konfirmanden, Hochzeitspaare, Jubelpaare an ihrem großen Tag und Familien, die jemanden zu Grabe trugen. Schließlich wisse der Glaube um die Bedürfnisse der Menschen. Der Suchende finde dann Räume wie die Dankeskapelle. „Sie ist ein Raum mit Geschichte, ein Ort, an dem Gott wohnt, wenn wir ihn rufen, in unsere Mitte, in unser Leben, in unsere Fragen“, sagte der Pastor.

Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst vom Singekreis und Kinderchor mit eindrucksvollen Liedern. Die Glückwünsche der Gemeinde überbrachte Bürgermeister Matthias Lürbke. Mit Blick auf die Geschichte der Dankeskapelle sei der Name seinerzeit perfekt gewählt worden und die leuchtend gelbe Schleife am Turm der Kapelle eine tolle Idee, sagte Lürbke. Die katholische Pfarrgemeinde St. Ida war vertreten mit Pastor Gereon Beese und Anges Göbel vom Pfarreirat. Beese erinnerte an die gelebte Ökumene, die im Alltag angekommen sei. Bestes Beispiel wären die ökumenisch durchgeführten Kinderbibeltage 2014. Auch Beese, Pfarrer im „Weißen Dom“ Herzfeld, gefiel der gelbe Turmschmuck der Evangelischen Kirche: „Gelb und Weiß sind die Farben des Vatikans“.

Das wechselhafte Wetter hatte den Auftakt des Gemeindefestes zunächst mit einem ordentlichen Regenguss „gesegnet“. Danach fanden die ansprechenden Aktionen auf der Kirchenwiese und nicht zuletzt die riesige Tombola bei allen Generationen reges Interesse. Der MGV Herzfeld-Hovestadt und der St.-Ida-Chor unter der Leitung von Jörg Bücker sowie das Gospelprojekt Soest unterhielten am Nachmittag musikalisch. Der Erlös des Gemeindefestes ist für die Renovierung der Dankeskapelle bestimmt, die demnächst in Angriff genommen wird.

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