Sichtbare Zeugen gelebten Glaubens
Bild: Schomacher
Im Beisein des Wallfahrtsausschusses wurde in der Kapelle der St.-Ida-Kirche Herzfeld die Wanderausstellung „Mein Denkmal und ich“ eröffnet. Die Exponate bleiben bis zum 27. Mai in Herzfeld.
Bild: Schomacher

Bei der Ausstellungseröffnung in Zusammenarbeit mit dem Wallfahrtsausschuss der Pfarrgemeinde St. Ida verdeutlichte Domkapitular Pastor Rolf Lohmann: „Typisch katholisch und spezifisch für unsere Region, das sind Bildstöcke, Wegkreuze und Kapellen. Errichtet aus Frömmigkeit, wegen eines Versprechens, als Dank oder Bitte zieren sie Wege und Hofeinfahrten.“ Diese Denkmaler werden oftmals seit Jahrhunderten von ihren jeweiligen Besitzern betreut und gepflegt.

Elisabeth Zinselmeier hat vor einigen Jahren unter der Überschrift „Gottes Spuren in Häusern und Fluren“ in Zusammenarbeit mit Reinhold Wördenweber Herzfelder Glaubenszeugnisse in einem Buch aufgelistet. „In den vergangenen Jahren sind sieben weitere dazu gekommen“, erklärte sie jetzt.

„Kennen Sie den berühmtesten Bildstock des Bistums?“,  wird in der Ausstellung gefragt. Es ist die Gnadenkapelle in Kevelaer mit dem Bildnis der „Trösterin der Betrübten“. Hier werde deutlich, dass der christliche Glaube trage. „Darum bauen Menschen Fundamente und setzen darauf Zeugnisse ihres Glaubens.“ In der Ausstellung in der Ida-Kapelle sind aber auch weitere Beziehungsgeschichten zu Glaubenszeugnissen aus dem Münsterland und dem Gebiet Niederrhein ausgestellt.

Zu der Schau ist unter dem gleichen Titel ein Buch erschienen, das erworben werden kann. Es präsentiert auf 140 Seiten 60 persönliche Geschichten zu Denkmalen im Münsterland, am Niederrhein und im Oldenburger Land. Aus Herzfeld kann die Geschichte des Ida-Bildstocks an der Diestedder Straße nachgelesen werden. Das Buch wird eingeleitet mit einem geistlichen Impuls von Münsters Bischof Dr. Felix Genn.

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