Startschuss für die Hundezählung
Halten Ausschau nach Hunden: (v. l.) Hubertus Veltin von der Finanzverwaltung in Lippetal, Gaby Kulartz, Matthias Lürbke und Joachim Fillinger (von links) vor dem Rathaus in Hovestadt.

Dabei ist das Ziel klar: „Wir wollen eine Steuergerechtigkeit erzielen“, sagt Bürgermeister Matthias Lürbke. Den Einwohnern, die ihren Hund bisher nicht angemeldet haben, möchte er jedoch keine böse Absicht unterstellen – das könne man schließlich vergessen, äußert Lürbke. Dennoch gilt es jetzt, in den rund 5000 Haushalten und elf Ortsteilen Klarheit zu schaffen.

Jede Woche werden die Hundezähler in der nächsten Zeit von 10 bis 20 Uhr und auch samstags bis 17 Uhr die einzelnen Wohnungen und Häuser aufsuchen und kurze Fragen stellen. Dabei wollen sie wissen, ob ein oder mehrere Hunde im jeweiligen Haushalt leben, seit wann und welche Rassen. Wichtig ist, dass Fillinger und Büscher dazu niemals das Haus betreten – auch nicht, wenn sie dazu eingeladen werden.

Zu erkennen sind die Mitarbeiter der Firma „Springer Kommunale Dienste“ an einer sichtbaren Legitimation, die sie normalerweise um den Hals tragen. Auf diesem von der Gemeinde ausgestellten Ausweis findet man auch ein Lippetal-Siegel. Bürgermeister Lürbke ist froh über die Kooperation: „Springer ist eine hoch professionelle Firma mit viel Erfahrung.“ Projektleiterin Gaby Kulartz hat schon fünf solcher Aktionen begleitet.

Zuletzt war die Firma auch in der Nachbargemeinde Welver aktiv, dort recht erfolgreich: Etwa 250 Hunde wurden im Laufe der Zählung angemeldet. „In Welver ist es problemlos gelaufen. Das soll hier in Lippetal ähnlich klappen“, hofft Kulartz. Auf Auskünfte und Hinweise von Nachbarn lassen sich Fillinger und Büscher übrigens nicht ein.

Befragt werden nur volljährige Einwohner. Wenn kein Bewohner anzutreffen ist, wird ein Informationsblatt mit Formular in den Briefkasten geworfen. In verdächtigen Fällen, in denen die Prüfer von Falschaussagen ausgehen, wird die Kontrolle wiederholt. Eine erste Welle von Anmeldungen gab es bereits. Seit der öffentlichen Ankündigung der Bestandsaufnahme am 7. Februar wurden schon 30 Hunde registriert. Bis Ende April soll die Zählung voraussichtlich abgeschlossen werden, jedoch ist die Dauer und Planung stark wetterabhängig.

Die Kommune kümmert sich darum, dass es von jedem Haushalt eine Rückmeldung gibt. Im Falle einer vorsätzlichen Verschweigung des Hundes muss der Halter mit einem Bußgeld rechnen. In der Regel wird allerdings lediglich die Nachzahlung der Steuern fällig, maximal rückwirkend für bis zu vier Jahre.

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